USA kündigen Vergeltung für Gräuel von Falluja an

4. April 2004, 10:41
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Seit Kriegsbeginn mindestens 600 US-Soldaten getötet

Washington - US-Vizeaußenminister Richard Armitage hat Vergeltung für die Verstümmelung von vier US-Bürgern in der irakischen Widerstandshochburg Falluja angekündigt. Die Antwort der USA auf die Gräueltaten werde "für alle offensichtlich" sein, sagte Armitage am Freitag in Washington nach einem Treffen mit dem kuwaitischen Außenminister Scheich Mohammed el Sabah. Mit dem Islam sei das, was in Falluja geschehen sei, nicht vereinbar. Bereits am Donnerstag hatte der US-Zivilverwalter für den Irak, Paul Bremer, angekündigt, die Gewalttaten würden "nicht ungesühnt" bleiben.

Die vier Angestellten eines US-Sicherheitsunternehmens waren am Mittwoch bei einem Überfall auf ihre Fahrzeuge in Falluja getötet worden und in den Autos verbrannt. Wütende Iraker schleiften anschließend die verkohlten Leichen durch die Straßen, verstümmelten sie und hängten sie an einer Brücke auf.

Unterdessen stieg die die Zahl der seit Beginn der US-geführten Invasion im Irak getöteten US-Soldaten auf mindestens 600. Bei der Explosion einer Bombe im Bagdader Stadtteil Mansur wurden am Freitagmorgen nach Armee-Angaben ein US-Soldat getötet und ein weiterer verletzt. Am Donnerstag starb ein US-Soldat bei einem Angriff in der westirakischen Provinz El Anbar. 408 Soldaten seien durch feindliche Angriffe ums Leben gekommen, 192 außerhalb von Kampfhandlungen, teilte das Pentagon mit. Von ihnen wurden 293 nach dem von US-Präsident George W. Bush am 1. Mai 2003 verkündeten Ende der Hauptkampfhandlungen getötet. (APA)

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