Italien: Großrazzia gegen 161 Islamisten

4. April 2004, 10:56
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Operation richtete sich hauptsächlich gegen marokkanische Staatsbürger mit Verbindungen zu islamistischen Terrorgruppen

Rom - Die italienischen Sicherheitskräfte haben am Freitag eine Großrazzia gegen 161 islamische Fundamentalisten eingeleitet. Im Visier der Ermittler sind mehrheitlich marokkanische Staatsbürger mit Verbindungen zu islamistischen Terrorgruppen, berichtete der italienische Innenminister Giuseppe Pisanu bei einer Pressekonferenz in Rom. Die Operation ist in zwölf italienischen Regionen im Gange.

90 der 161 Verdächtigen wurden in Polizeistationen vernommen. 15 in Italien illegal lebende Ausländer sollen ausgewiesen werden. Eine Person, die bei der Durchsuchung ihrer Wohnung Widerstand geleistet hatte, wurde festgenommen, berichtete der Minister.

"Es handelt sich um eine Vorbeugungsoperation, die auf Grund detaillierter Informationen der Geheimdienste durchgeführt wurde", meinte der Minister. Er betonte, dass die "ehrlichen Moslems", die in Italien leben, nichts zu befürchten hätten. "Für sie und ihre Religion hat die italienische Regierung größten Respekt. Wir wollen nur gewalttätige Extremisten isolieren, die sowohl unsere Feinde, als auch eine Gefahr für jene ehrlichen Moslems sind, die in unserem Land arbeiten wollen", so der Minister. (APA)

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