Auch FPÖ lädt zu Hearings

24. April 2004, 12:16
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Heinz Fischer würde kommen, allerdings wäre ihm das Hearing in Wien lieber

Wien – Kaum hat SP-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer die Einladung von Landeshauptmann Jörg Haider nach Kärnten zu kommen abgelehnt, starten die Freiheitlichen einen neuen Versuch. Am Freitag lud die Kärntner FPÖ Fischer und VP-Konkurrentin Benita Ferrero-Waldner – die Haiders Einladung schon angenommen hat – zu einem „Hearing“. Dieses solle als „Entscheidungsgrundlage“ für die Parteifunktionäre dienen, erklärte Landesparteiobmann Martin Strutz. Nun zeigt auch Fischer Bereitschaft. Der SP-Kandidat sei grundsätzlich zu jedem Dialog bereit, zu dem er von den im Parlament vertretenen Parteien eingeladen werde, erklärte dessen Sprecher Bruno Aigner. Es sei aber „zu überlegen, ob eine solche Dialogveranstaltung zweckmäßigerweise in Wien abgehalten werden sollte“. So könnte es als „gesamtösterreichische Veranstaltung gesehen werden“. SP-Kampagnenleiter Norbert Darabos übte indes erneut Kritik am „leider sehr üblen“ Stil der ÖVP im Präsidentschaftswahlkampf. Jüngstes Indiz dafür seien Inserate einer Aktion „Res publica Austria“, die Fischer etwa strategisch gewählte Klopausen während Parteisitzungen unterstellen. Kurt Bergmann, Leiter des Personenkomitees von Ferrero-Waldner, behaupte zwar, die Urheber nicht zu kennen. Die „Res Publica“-Initiatorin Susanne Hallamayr sei aber sogar auf der Ferrero- Waldner-Homepage zu finden, ärgerte sich Darabos. Laut OGM-Umfrage (500 Befragte) finden übrigens 38 Prozent, dass Ferrero mit größerem Einsatz kämpft als Fischer (18). Allerdings treffen 44 Prozent keine Zuordnung. (DER STANDARD, Printausgabe, 2.4.2004)
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    Fischer traf Haider heuer bereits beim Ball der Kärntner in Klagenfurt. Nun sollen er und Ferrero-Waldner zum Hearing nach Kärnten kommen.

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