Rapid verlängerte Vertrag mit Markus Hiden

6. April 2004, 11:09
12 Postings

Wallner von Stürmern erster Ansprechpartner bei Vertragsverhandlungen

Wien - Rapid verlängerte den Vertrag mit dem früheren ÖFB-Teamspieler Markus Hiden bis Saisonende 2006/07. "Wir sind mit seiner Entwicklung zufrieden und glauben, dass er noch nicht am Zenit seiner Leistungsfähigkeit ist", erklärte Sportmanager Peter Schöttel. Der Defensiv-Spieler, der im Schlager am Samstag gegen den GAK sein 150. Bundesliga-Spiel (davon das 80. für Grün-Weiß) bestreitet, meinte nach der Unterzeichnung des neuen Kontrakts, er sei "stolz, zu dieser Mannschaft zu gehören."

Hiden kam entgegen

In den Verhandlungen sei Hiden dem Verein sehr entgegengekommen, betonte Schöttel. Ein nicht unwichtiger Aspekt in Zeiten, in denen in Hütteldorf weiterhin finanzielle Engpässe bestehen. Das Budget für die kommende Saison wird laut Manager Werner Kuhn zumindest gleich bleiben, sogar eher leicht sinken. Einnahmen aus der Teilnahme an internationalen Bewerben oder aus Transfererlösen blieben in den vergangenen Jahren aus, also müssen die Ausgaben auf dem Spielersektor gesenkt werden.

Die Verträge von Prisc, Jazic, Rene Wagner und Vico laufen mit Saisonende aus, im Winter enden die Kontrakte von Wallner und Adamski. Im Zusammenhang mit dem Überangebot im Angriff setzt Schöttel in den Verhandlungen Prioritäten. "Erster Ansprechpartner ist Wallner, weil er als junger österreichischer Spieler in unsere Philosophie passt", meinte der Rapid-Rekordspieler.

Ziele kaum zu Erreichen

Auch Trainer Josef Hickersberger sieht ein, dass der Kader "schlanker" werden muss. "Dass es aus diesem Grund nicht einfach ist, hochgesteckte sportliche Ziele zu erreichen, leuchtet hoffentlich jedem ein", meinte der frühere Teamchef.

Nichts geändert hat sich freilich an der Vorgabe für diese Saison, nämlich die Qualifikation für einen internationalen Bewerb. "Wir haben zuletzt trotz guter Leistungen wenig Punkte gemacht", gab Hickersberger zu, ergänzte aber: "Wir unterscheiden uns von allen anderen österreichischen Mannschaften, weil wir den besten Fußball bieten. Es fehlt nicht viel, dann wird es einen Gegner fürchterlich erwischen", prophezeite der Rapid-Coach.

Hickersberger stapelt für einmal nicht tief

Erstes potenzielles Opfer ist der Tabellenzweite GAK, der am Samstag im Schlager der 28. Runde im Hanappi-Stadion gastiert. "Die Grazer haben am Sonntag die zweite Hälfte glimpflichst überstanden, wie zum Hohn haben sie sogar noch gewonnen. Aber diesmal spielen wir im St. Hanappi, deshalb sind wir Favorit", rückte Hickersberger von seiner Rolle als Tiefstapler ab.

Die Rapid-Spieler richteten mahnende Worte an das Publikum. In einem offenen Brief, zu lesen auf der Homepage www.skrapid.at, baten die Kicker ihre Fans, in Zukunft auf das Werfen von Bierbechern, Feuerzeugen etc. zu verzichten. "Diese Aktionen helfen uns Spielern überhaupt nicht, im Gegenteil, gerade wenn wir in Rückstand sind, wird die dadurch verlorene Zeit nicht mehr eingespielt. Zudem sind die dafür ausgesprochenen Geldstrafen schmerzvoll für den Verein und schaden dem Ansehen des ganzen Klubs", erklärten die Kicker. Zudem wird es im Hanappi-Stadion laut Andi Marek ab Sommer Bierbecher geben, "die nicht so leicht fliegen. (APA)

Share if you care.