FPÖ-Kärnten lädt Fischer und Ferrero zu Hearing

6. April 2004, 19:42
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Freiheitlichen Funktionären soll dies als "Entscheidungsgrundlage" dienen - Beide Kandidaten sagen zu

Klagenfurt - Die Kärntner FPÖ hat die Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer (S) und Benita Ferrero-Waldner (V) zu einem "Hearing" eingeladen. Dieses solle als "Entscheidungsgrundlage" für die Parteifunktionäre dienen, da die FPÖ keinen eigenen Kandidaten ins Rennen schicke, sagte Landesparteiobmann Martin Strutz am Freitag gegenüber der APA.

"Wir wollen uns ein Bild machen in Bezug auf das Demokratieverständnis, den Umgang mit politisch Andersdenkenden und die außenpolitischen Pläne der beiden Kandidaten", erläuterte Strutz die Initiative seiner Partei. Er gehe davon aus, dass Fischer und Ferrero-Waldner die Einladung annehmen werden, vor allem im Hinblick auf das große freiheitliche Wählerpotenzial in Kärnten. Bezüglich des Termins für das geplante Hearing sagte der Kärntner FPÖ-Obmann, man richte sich hier nach den beiden Kandidaten. Die Koordination werde dann selbstverständlich die Kärntner FPÖ übernehmen.

Strutz bekräftigt damit die bereits zuvor von Landeshauptmann Jörg Haider ausgesprochen Einladung an beide Kandidaten, nach Kärnten zu kommen. Sowohl Ferrero-Waldner als auch Fischer haben bereits angekündigt, nach Kärnten zu kommen.

Fischer wäre das Hearing in Wien lieber

SPÖ-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer sei grundsätzlich zu jedem Dialog bereit, zu dem er von den im Parlament vertretenen Parteien eingeladen werde, erklärte am Freitag dessen Sprecher Bruno Aigner in Replik auf die vom Kärntner FPÖ-Obmann Martin Strutz ausgesprochene Einladung. Das habe Fischer auch schon mit der Teilnahme am Hearing der Grünen bewiesen.

Allerdings sei "zu überlegen, ob eine solche Dialog-Veranstaltung zweckmäßigerweise in Wien abgehalten werden sollte, was den Vorteil hätte, dass die Veranstaltung nicht auf ein einzelnes Bundesland konzentriert wäre, sondern als gesamtösterreichische Veranstaltung gesehen werden könnte". Mit den Kärntnerinnen und Kärntnern werde Heinz Fischer jedenfalls im Rahmen seines Aufenthaltes in Kärnten in Kontakt treten, einen ausführlichen Dialog führen und ihnen seine Vorstellungen als Bewerber um das Amt des Bundespräsidenten erläutern. (APA)

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