Faule Ameisen erforscht

5. April 2004, 09:30
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Alexander von Humboldt-Gedächtnispreis für die Studie, die das Ende eines Mythos bringt

Frankfurt - Für ihre Forschungen über faule Ameisen sind drei Biologen mit dem diesjährigen Alexander von Humboldt-Gedächtnispreis geehrt worden. In der prämierten Arbeit untersuchten Martin Dill, Douglas Williams und Ulrich Maschwitz die Lebensweise einer Gruppe von Ameisen in südostasiatischen Regenwäldern. Die Studie bringt das Ende eines Mythos: Die untersuchten Ameisen sind gar nicht fleißig, wie die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft in Frankfurt am Main am Freitag berichtete.

Die südostasiatischen Krabbler leben in einer symbiotischen Partnerschaft mit Läusen, die in verblüffender Weise den Lebensgewohnheiten menschlicher Wanderhirten ähnelt. Sie ziehen durch die Wälder und lassen ihre Lausherden die jeweiligen pflanzlichen Vorräte ausbeuten.

Die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich von der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft in Frankfurt am Main für die beste Veröffentlichung in den Senckenberg-Publikationen verliehen. (APA/dpa)

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