Ton zwischen SPÖ-Häupl und FPÖ verschärft sich

6. April 2004, 16:33
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Bleckmann nennt Wiens Bürgermeister "missmutigen Mauler" - Strutz spricht von "Prolo-Stil"

Klagenfurt/Wien - Der Ton zwischen dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl (S) und der FPÖ verschärft sich zusehends. Nachdem Häupl unlängst dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider bescheinigt hatte, "einen Vogel" zu haben, nannte FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann hat am Freitag das Wiener Stadtoberhaupt einen "missmutigen Mauler". Der Kärntner FPÖ-Obmann Martin Strutz verglich Häupl mit einem Proleten.

Die beiden ranghohen freiheitlichen Politiker reagierten damit auf die zuvor von Häupl bei der Wiener Klubtagung gegen Haider geführten Attacken. Bleckmann attestierte Häupl, zunehmend nervös zu werden und mit bundespolitischen Themen "von seiner katastrophalen Politik gegen Wien abzulenken". Wenn der Wiener Bürgermeister Kärnten als Ausnahme bezeichne, sei das völlig richtig, denn während unter Häupl in Wien "jeden Tag unzählige Jobs vernichtet werden", würden in Kärnten Arbeitsplätze geschaffen. Bleckmann: "Die Menschen brauchen Lösungen und keinen von Würstelstand zu Würstelstand eilenden Bürgermeister."

Strutz sagte zur APA, dass man auf Häupl in Kärnten nicht mehr reagieren werde: "Das ist ein Prolo-Stil, der in der Politik keinen Platz mehr hat." In Kärnten hätten hingegen auch die Sozialdemokraten erkannt, dass ein Vorgehen auf einem derart niedrigen Niveau "keine Zukunft hat".

Bleckmann rief weiters die Bundes-SPÖ dazu auf, sich "an ihren Kärntner Genossen ein Beispiel zu nehmen" und auch auf Bundesebene konstruktive Politik im Sinne Österreichs zu betreiben. Als Beispiel nannte sie die rasch umzusetzende Harmonisierung der Pensionssysteme, wo sich die SPÖ "im Gegensatz zu ihren vollmundigen Forderungen im Zuge des Pensionsvolksbegehrens nahtlos in die lange Liste der Bremser einfügt". Konkret müssten "die Vorfeldorganisationen ÖGB und Arbeiterkammer von der Bundespartei auf Linie gebracht werden". (APA)

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