Oberbank konnte Rekordergebnis nochmals steigern

20. April 2004, 11:40
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EGT-Gewinn 2003 um fast 11 Prozent gestiegen, Jahresüberschuss knapp 8 Prozent höher - Mehr Dividende

Linz - Die Oberbank habe ihr Rekordergebnis von 2002 im vergangenen Jahr nochmals steigern können, berichtete Vorstandssprecher Franz Gasselsberger Donnerstagabend und Freitagvormittag in Bilanzpressekonferenzen in Linz und Wien.

Bilanzsumme erstmals über zehn Milliarden Euro

Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gab es 2003 ein Plus von 10,5 Prozent auf rund 53 Mio. Euro gegeben, der Jahresüberschuss legte um 7,6 Prozent auf 38,4 Mio. Euro zu. Die Dividende wird um 12 Prozent auf 1,30 Euro je Aktie erhöht.

Die Bilanzsumme hat nach einer Steigerung von 8,3 Prozent auf rund 10,5 Mrd. Euro erstmals die Zehn-Milliarden-Grenze überschritten. Trotz einer schwierigen konjunkturellen Lage habe das Institut sein Kreditvolumen um 4 Prozent auf 6,3 Mrd. Euro erhöht, sagte Gasselsberger. "Ein hohes Sicherheitsbedürfnis im Markt" habe die Spareinlagen um 4,9 Prozent auf rund 2,54 Mrd. Euro anwachsen lassen.

Eigenmittel steigen auf 882,7 Millionen Euro

Bei den Eigenmitteln gab es ein Plus von 11,3 Prozent auf rund 882,7 Mio. Euro. Die Eigenmittelquote von 12,24 nach zuvor 11,25 Prozent und die Kernkapitalquote von 7,08 nach 6,83 Prozent "geben uns Spielraum für weitere Expansionen", so Gasselsberger.

Während der Durchschnitt der heimischen Banken trotz starker Zuwächse das hohe Ertragsniveau von 2001 nicht erreichen habe können, sei dies der Oberbank mit einem 2,4-prozentigen Plus beim Betriebsergebnis auf rund 110,2 Mio. Euro gelungen, zeigte sich Gasselsberger zufrieden.

Die Gesamterträge blieben mit rund 264,8 Mio. Euro praktisch unverändert, während der Gesamtaufwand mit 154,6 Mio. Euro um 1,8 Prozent unter dem Vergleichswert von 2002 gelegen sei. Die von 59,4 auf 58,4 Prozent gesunkene Cost-Income-Ratio zeige im Vergleich mit dem heimischen Schnitt von 68 Prozent die Produktivität der Oberbank.

Österreich-Fonds mit Performance von 44 Prozent

Der ausschließlich in heimische Industrieunternehmen investierte Österreich-Fonds der Oberbank sei 2003 mit einer Performance von 44 Prozent der erfolgreichste Fonds in seiner Kategorie gewesen, erklärte Vorstandsmitglied Ludwig Andorfer: "Das Management wurde zum Fonds-Management des Jahres gewählt."

Das Neugeschäft im Leasingbereich habe sich laut Andorfer im vergangenen Jahr auf rund 125,8 Mio. Euro belaufen, seit 1999 sei das Leasingvolumen von 117 auf 292 Mio. Euro angewachsen. Im Mobilienleasing liege die Oberbank österreichweit unter den besten zehn Instituten, "in Oberösterreich sind wir die Nummer zwei".

100 Filialen

2003 habe die Oberbank Filialen in Zwettl (NÖ) und Mödling eröffnet, berichtete Gasselsberger und somit das Filialnetz auf 100 Stellen ausgebaut. Heuer würden Stellen in Regensburg und Stockerau eröffnet. In Bayern werde man dann sechs Stellen haben, "schon bald" soll eine siebte folgen.

Eines der wichtigsten Zielgebiete für die weitere Expansion sei der Raum Niederösterreich und Wien, zu den derzeit 13 Geschäftsstellen sollen "mittelfristig" bis zu sieben neue hinzukommen. "Wir wollen aber nicht nur durch Filialgründungen, sondern auch durch mobile Vertriebseinheiten wachsen", betonte der Oberbank-Chef.

Neben der bestehenden Repräsentanz in Prag und der neuen tschechischen Leasing-Tochter plane die Oberbank heuer oder im kommenden Jahr auch den Markteintritt als Bank in Tschechien, so Gasselsberger. Mittelfristig wolle man Kunden in Wien und Niederösterreich auch nach Ungarn begleiten können: "Wir wollen damit in absehbarer Zeit zu einer tragfähigen Lösung kommen."

Der neuen gemeinsamen Zahlungsverkehrsplattform steht Gasselsberger "generell positiv" gegenüber. Teilnehmen werde die Oberbank derzeit jedoch nicht, weil keine unmittelbaren Kosteneinsparungen zu erzielen seien. Die Oberbank beschäftigte mit Stichtag 31. Dezember 2003 insgesamt 1.636 Mitarbeiter, um 52 weniger als im Jahr zuvor. (APA)

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