NZZ wieder in Gewinnzone - Liegenschaften verkauft

18. April 2004, 10:48
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Betriebsverlust nach rigorosem Sparprogramm deutlich reduziert

Die NZZ-Gruppe, die unter anderem die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) herausgibt, hat im vergangenen Jahr wieder knapp die Gewinnzone erreicht. Die schwarzen Zahlen kamen allerdings nur dank einem Liegenschaftenverkauf zu Stande. Im Laufe des Jahres wurden 105 Stellen oder fünf Prozent des Personalstands abgebaut.

Laut den in der Freitagsausgabe der NZZ veröffentlichten Zahlen gab es für 2003 ein Reingewinn von 3,8 Mio. Franken (2,4 Mio. Euro) nach einem Rekordverlust von 49,7 Mio. Franken im Vorjahr. Der Betriebsverlust (EBIT) wurde von 31,8 Mio. auf 8,7 Mio. Franken reduziert. Dies wird vor allem auf rigorose Sparmaßnahmen zurückgeführt. Der Verkauf einer Liegenschaft schlug sich auf Konzernebene in einem Buchgewinn von zwölf Mio. Franken nieder.

Von den einzelnen Konzernteilen erwies sich die St.-Galler-Tagblatt-Gruppe als Ertragsperle, wie das Blatt weiter schreibt. Die Berner Bund-Gruppe schrieb hingegen einen Fehlbetrag in der Höhe des Betriebsverlusts des Konzerns, und auch die Neue Zürcher Zeitung AG blieb in den roten Zahlen. Das Finanzergebnis, das im Vorjahr einen Verlust von 21 Mio. Franken beschert hatte, war mit 4,9 Mio. Franken wieder positiv - vor allem dank der Erträge aus der Beteiligung an der Luzerner LZ Medien.

Der Umsatz ging zum dritten Mal in Serie zurück, und zwar um 4,2 Prozent auf 461,4 Mio. Franken (295 Mio. Euro). Das Anzeigengeschäft gab weiter nach. Der Personalbestand sank auf noch 1.990 Beschäftigte. Der Löwenanteil wurde im Stammhaus abgebaut. Die Aktionäre sollen nach dem Antrag des Verwaltungsrats wieder eine kleine Dividende von 100 Franken je Aktie erhalten. Im Vorjahr war die Dividende gestrichen worden. Im Rekordjahr 2000 hatte sie noch 2.000 Franken betragen. (APA/AP)

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