Familientragödie am Semriach: Nach Doppelmord und Selbstmord erschoss sich Schwager

4. April 2004, 13:12
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28-Jähriger begann nach der Beerdigung Selbstmord vor seiner Freundin, die auch Leichen der Kinder und des Onkels gefunden hat

Graz - Nach dem Selbstmord eines 49-jährigen Landwirts aus Semriach in der Nähe von Graz und dem Doppelmord an seinen zwei Kindern setzt sich die Tragödie dieser Familie fort.

Nach Angaben des Landesgendarmeriekommandos hat sich nun auch der Schwager des Täters das Leben genommen. Der 28-Jährige war Donnerstagabend nach der Beerdigung nach Hause gekommen und hat sich in Anwesenheit seiner Lebensgefährtin mit einer Pistole erschossen. Er dürfte die Ereignisse der vergangenen Tage nicht verkraftet haben.

Freundin fand die Leichen der Kinder und des Onkels

Die 24-jährige Freundin des Selbstmörders, die auch die Nichte des Landwirts aus Semriach ist, war am Wochenende Zeugin des grausamen Verbrechens gewesen. Sie hatte zuerst ihren 49-Jährigen Onkel im Heustadl erhängt gefunden und später die beiden erstochenen Kinder in ihren Betten entdeckt. Die junge Frau wird von Mitgliedern der Krisenintervention betreut.

Keine Anzeichen für die Tat

Der 28-jährige Bruder jener Frau, die am vergangenen Wochenende ihren Ehemann und ihre beiden Kinder (neun und elf Jahre alt) verloren hatte, war gemeinsam mit seiner 24 Jahre alten Freundin am Begräbnis und beim anschließenden Totenmahl gewesen. Gegen 21.00 Uhr kamen die beiden in ihre Wohnung in Hörgas (Bezirk Graz-Umgebung) zurück.

Ohne ein Wort zu verlieren, ging der Steirer in die Küche, nahm die Pistole aus dem Wandsafe und schoss sich in den Kopf. Seine Lebensgefährtin sagte gegenüber der Gendarmerie, dass es keine Anzeichen für die Tat gegeben hätte. Dem ganzen sei auch kein Streit voraus gegangen. Für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät. Er war auf der Stelle tot.(APA)

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