Afghanistan: Washington kritisiert Londons Drogenbekämpfung

2. April 2004, 16:06
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USA urgieren mehr Mittel und Entschlossenheit

Washington - Die USA haben ihrem Verbündeten Großbritannien erhebliche Versäumnisse im Kampf gegen den Drogenanbau in Afghanistan vorgeworfen. Dem britischen Programm fehle es an den Mitteln und der nötigen Entschlossenheit, sagte der für die Drogenbekämpfung zuständige US-Regierungsbeamte Robert Charles am Donnerstag vor Parlamentariern in Washington.

Bei der internationalen Konferenz in Berlin hatte Afghanistan am Donnerstag mit seinen Nachbarstaaten ein Abkommen zur Drogenbekämpfung unterzeichnet. Seit dem Sturz der Talibanherrschaft vor zweieinhalb Jahren stieg das Land zum mit Abstand größten Opiumproduzenten auf. Mehr als drei Viertel des Grundstoffes für Heroin und Morphium weltweit kommen aus Afghanistan. Mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsproduktes in Afghanistan stammt aus dem Drogenhandel. (APA)

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