2,6 Milliarden Dollar Entschädigung an Opfer des 11. September 2001

4. April 2004, 18:38
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Rund 5.500 Anträge noch nicht geprüft

New York - Zweieinhalb Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September sind in den USA mehr als 2,6 Milliarden Dollar an Entschädigungen gezahlt worden. Wie der Fondsverwalter Kenneth Feinberg am Donnerstag in New York mitteilte, wurde bisher rund ein Viertel der Anträge bearbeitet. Bis zum 15. Juni sollen die verbleibenden 5.484 Anfragen geprüft werden. Insgesamt wurden laut Feinberg 7.371 Ansprüche auf Entschädigung geltend gemacht, darunter 2.969 von Hinterbliebenen, die Übrigen von Opfern, die bei den Anschlägen Verletzungen erlitten. Fast alle verletzten Opfer stellten einen Antrag auf Entschädigung.

Derzeit erhält laut Feinberg die Familie eines Todesopfers durchschnittlich 1,8 Million Dollar Entschädigung, wobei die Spanne von 250.000 Dollar bis sieben Millionen Dollar reicht. Am 22. Dezember vergangenen Jahres war die Frist für einen Entschädigungsantrag abgelaufen. Der Fonds war vom US-Kongress eingerichtet worden, um zu verhindern, dass etwa betroffene Fluggesellschaften verklagt und somit in den Bankrott getrieben werden könnten. Bei den Anschlägen mit entführten Passagiermaschinen in New York und Washington waren fast 3.000 Menschen getötet und mehrere tausend verletzt worden. (APA)

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