Verkehr und Ärger umbranden den Wiener Schwarzenbergplatz

8. April 2004, 12:47
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Empörung über den fast fertig umgebauten Knotenpunkt - nachträgliche Änderungen sind bereits geplant

Wien - "Es ist schade, wie man nach einem international anerkannten Entwurf einen Platz derart vermurksen kann", empört sich die ÖVP-Planungssprecherin Herlinde Rothauer über den fast fertig umgebauten Schwarzenbergplatz.

Nachträgliche Änderungen

Tatsächlich gab es einige nachträgliche Änderungen zum Entwurf des spanischen Architekten Alfredo Arribas, die von der ÖVP Wien nun angeprangert werden. Dass etwa die 54 Lichtmasten deutlich dicker ausfielen als vorgesehen. Dass ein Fußgängerübergang im Bereich Heumarkt/ Brucknerstraße nicht realisiert wurde. Das von Arribas geplante Ausräumen des Platzes sei jedenfalls nicht gelungen, betont die Planungssprecherin. Auch das Spinnennetz der Oberleitungen und Drähte sei geblieben, kritisiert Rothauer. Sie fordert überdies mehr Grün für den Platz - etwa auf dem Kreuzungsplateau mit der Lothringerstraße.

Für eine Mittelinsel sei zu wenig Platz gewesen

Der eine Fußgängerübergang sei technisch nicht möglich gewesen, entgegnet Vera Layr von der MA 28 (Straßenverwaltung). Für eine Mittelinsel sei zu wenig Platz gewesen - und um die Fußgänger in einem durchmarschieren zu lassen, hätte der Autoverkehr zu lange Rot bekommen.

neuer Anstrich für Lichtmasten

Einiges werde sich in den nächsten Wochen noch ändern, so Layr. So sollen die Lichtmasten durch einen helleren Anstrich etwas von ihrer Dominanz verlieren. Oben kommen noch ein paar Verspannungen weg - und unten werden noch die Bodenbeleuchtungen installiert. Vorm Hochstrahlbrunnen komme noch Grün dazu - im Bereich Lothringerstraße sei dies nie vorgesehen gewesen.

Wie das alles wirkt, wird man dann spätestens Ende Mai nach der Fertigstellung sehen. Aber die ÖVP will dann schon die Gestaltung anderer Wiener Plätze thematisieren: "Der Südtiroler Platz ist da sicher ein guter Kandidat", verspricht Klubobmann Matthias Tschirf. (frei, DER STANDARD Printausgabe 2.4.2004)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Vor allem die 54 dicken Lichtmasten waren im Model des spanischen Architekten Alfredo Arribas nicht vorgesehen

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