Bisher unbekannte Gruppe bekennt sich zu Anschlag von Falluja

2. April 2004, 10:08
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"Brigaden des Märtyrers Ahmed Yassin:" Rache für Tod des Hamas-Gründers

Falluja/Washington - Eine bisher unbekannte Gruppe hat die Verantwortung für den Tod der vier US-Aufbauhelfer übernommen, deren Leichen am Mittwoch in der irakischen Stadt Falluja grausam geschändet wurden. Die Tat sei eine Vergeltung für die gezielte Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Yassin vor gut zehn Tagen durch die israelische Armee, hieß es in einer in Falluja veröffentlichten Erklärung der "Brigaden des Märtyrers Ahmed Yassin".

Die Ermordung der Männer sei ein "Geschenk der Menschen von Falluja an das palästinensische Volk". Familien von US-Soldaten und US-Firmenmitgliedern sollten nicht in den Irak kommen. Bei den Getöteten handle es sich um Angehörige der Geheimdienste der USA und Israels, CIA und Mossad.

Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, US-Präsident George W. Bush werde sich auch nach dem Anschauen der grausamen Bilder von der Verstümmelung mehrerer Leichen nicht "einschüchtern" lassen. "Wir werden unseren Plan verfolgen und unsere Arbeit zu Ende bringen", sagte Bush-Sprecher Scott McClellan in Washington. Die Taten seien "barbarisch und verachtenswert".

Der US-Arbeitgeber der vier Zivilisten zeigte sich schockiert: Die drastischen Bilder von der "unprovozierten Attacke" und der anschließenden "abscheulichen Misshandlung unserer Freunde" verdeutliche die "außergewöhnlichen Umstände, unter denen wir freiwillig arbeiten, um den Irakern Frieden und Demokratie zu bringen", teilte die private Sicherheitsfirma Blackwater Security Consulting auf ihrer Website mit.

Nach Angaben der US-Armee wurden bei einem Anschlag auf einen US-Militärkonvoi in der Provinz El Anbar nahe Falluja am Donnerstag drei US-Soldaten verletzt. Ihr gepanzertes Fahrzeug sei von der Druckwelle einer Explosion getroffen worden, nachdem beim Vorbeifahren ein Sprengsatz gezündet worden sei, sagte General Mark Kimmit in Bagdad. (APA)

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