Die Freilaufhendln gibt es, den Heimatfilm-Bauern nicht ganz

6. April 2004, 09:52
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"Toni's Freilandeier" mit neuen kleineren Ställen: Hundert Hennen statt tausend auf einem Fleck

Der Bauer auf dem Eierkarton ist gar nicht der Toni. "Der", gesteht Toni Hubmann, "ist gekauft. Ein Model." Er selbst, so der Gründer von Toni's Freilandeier, sehe halt nicht "typisch" genug aus. Aber alles andere - die glücklichen Hühner, der Auslauf - stimme. Garantiert, nachprüfbar. Aber trotzdem noch ausbaubar, so Hubmann am Donnerstag: Statt in Gruppen à 1000 soll es in Zukunft bloß in 100er-Huhn-WGs gackern.

Vorteile

Bei dem Kärntner Bauern Josef Karner ist diese Form der Haltung seit einem dreiviertel Jahr bereits im Einsatz. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: In größeren Gruppen komme es ständig zu Vermischungen, natürliche Rangordnungen würden dabei aus dem Gleichgewicht geraten, sagte er. Mit den kleineren Einheiten, wo pro hundert Hennen ein Hahn im Stall sitzt, sei dies deutlich besser: "Die Herde ist von Haus aus ruhiger, das Federkleid schöner und die Legeleistung größer."

Derzeit gibt es zwei Höfe mit insgesamt 28 solchen Stallungen, deren Eier unter der Marke "Toni's Freilandeier" vertrieben werden. Für die Konsumenten ändert sich dadurch allerdings nichts, sagte Hubmann. Die Produkte aus den "Perfektionierten Kleingruppenställen" würden zwar am Beipackzettel ausgewiesen, eine eigene Marke will "Toni" daraus jedoch nicht machen, sagte er.(APA, DER STANDARD Printausgabe 2.4.2004)

  • Toni Hubmann auf seiner Hühnerfarm in der Steiermark
    foto: thomas rottenberg

    Toni Hubmann auf seiner Hühnerfarm in der Steiermark

  • Der Gründer von "Tonis Freilandeier" ist stolz auf das verkleinerte Model

    Der Gründer von "Tonis Freilandeier" ist stolz auf das verkleinerte Model

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