Forscher: Zahlreiche erdähnliche Planeten im Weltall

9. April 2004, 19:04
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Computer-Simulation zu bewohnbaren Zonen der Planetensysteme

Paris - Britische Astronomen vermuten erdähnliche Planeten in Dutzenden Planetensystemen der Milchstraße. Forscher der Open University erklärten am Donnerstag auf einem Astronomen-Kongress der Royal Astronomical Society im englischen Milton Keynes, dass etwa die Hälfte der bekannten 105 Planetensysteme erdähnliche Planeten haben könnten, auf denen die Entstehung von Leben möglich sein könnte.

Die Anzahl erdähnlicher, lebensfreundlicher Planeten im Universum galt unter Astronomen bisher als große Unbekannte. Die Wissenschafter unter Leitung von Barrie Jones konnten eigenen Angaben zufolge anhand eines Computer-Modells nachweisen, dass solche Planeten theoretisch bei der Hälfte von neun untersuchten Planetensystemen vorkommen könnten.

Die Computer-Simulation zeigte demnach, dass stabile Umlaufbahnen in der bewohnbaren Zone der Planetensysteme möglich seien, also jenem Bereich, in dem flüssiges Wasser auf der Oberfläche des Planeten möglich ist. Entscheidend sei dabei die jeweilige Entfernung zur Sonne. Es dürfe demnach weder zu heiß, noch zu kalt auf einem Planeten sein, weil sonst Wasser verdunste oder gefriere. Laut Jones ist die Entstehung von Leben aber nur möglich, wenn sich die Planeten mindestens eine Milliarde Jahre stabil innerhalb der bewohnbaren Zone aufhalten. (APA)

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    Ein mögliches außerirdisches Panorama

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