Afghanistans Frauen zeigen Mut

22. April 2004, 20:27
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Immer mehr Afghaninnen registrieren sich für die kommenden Wahlen

Kabul - Immer mehr Frauen in Afghanistan finden den Mut, sich zu den bevorstehenden Wahlen zu registrieren. Auch in den besonders traditionellen Regionen im Süden und Osten steige der Anteil der Frauen an den Registrierungen, sagte am Donnerstag ein Sprecher der Vereinten Nationen, Edward Carwardine. In Jalalabad erhöhte sich der Frauenanteil innerhalb von zwei Wochen von 20 auf 34 Prozent, in Kandahar von 15 auf 25 Prozent.

Appelle zeigen Wirkung

Die Stammesältesten und Geistlichen "haben sehr deutlich gemacht, dass Frauen ein fester Bestandteil des politischen Prozesses sind", sagte Carwardine. Auch die Appelle von Gemeindevertretern und die Informationskampagne der Behörden wirkten sich positiv aus. Die Registrierungsfrist begann im Dezember vergangenen Jahres. Die UNO und die afghanische Regierung wollen im Mai auch Registrierungsstellen in den ländlichen Regionen einrichten. Für die Sicherheit sollen die Regierung und Soldaten der internationalen Friedenstruppe sorgen. Besonders im Süden und Osten des Landes kommt es immer wieder zu Angriffen von Taliban-Kämpfern.

Für die geplanten Präsidenten- und Parlamentswahlen haben sich bisher 1,7 der 10,5 Millionen wahlberechtigten AfghanInnen registriert. Davon sind 29 Prozent Frauen. Die Wahlen waren am vergangenen Wochenende wegen Sicherheitsbedenken und logistischer Probleme von Juni auf September verschoben worden. Durch die Verschiebung sollten auch mehr WählerInnen die Chance zur Registrierung bekommen, die für die Teilnahme an den Wahlen vorgeschrieben ist. (APA/AP)

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    Afghanistan: Mehr Frauen für Wahlen im September registriert
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