RZB ist auf neuen Ergebnisrekord stolz

7. April 2004, 14:37
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Ostbankenholding erreicht 2005 Börsefitness

Wien - "Auch wenn wir keine Größenfetischisten sind, ist es doch wichtig, wieder die drittgrößte Bank in Österreich zu sein, um am Markt richtig wahrgenommen zu werden, darf sich Walter Rothensteiner, Chef der Raiffeisen Zentralbank (RZB), freuen. Der aktuelle Anlass: Die RZB konnte die Konzernbilanzsumme in den letzten fünf Jahren um 130 Prozent auf 56 Mrd. Euro erhöhen. Im Jahr 2000 hatte man den dritten Stockerlplatz noch an die Bawag P.S.K. abgeben müssen, als die Bawag damals die Postsparkasse übernahm.

2003 schließt die RZB jedenfalls trotz höherer Risikokosten mit einem Rekord- ergebnis ab. Der Jahresüberschuss vor Steuern ist um 41,6 Prozent auf 343,6 Mio. Euro angewachsen. Dafür zeichnen vor allem die Bankentöchter in den Märkten Zentral und Osteuropas (CEE) verantwortlich, wo fast 70 Prozent des Konzerngewinns erwirtschaftet werden.


14 Prozent Dividende

In den CEE-Banken und Finanztöchtern der Raiffeisen International ist das Bilanzvolumen im Vorjahr um 40 Prozent auf 20,1 Mrd. Euro gestiegen. Mehr als 90 Prozent entfällt dabei auf die CEE-Bankgesellschaften mit derzeit 697 Filialen. In rund zwei Wochen sollen durch die dann offizielle Expansion nach Tirana weitere 92 Filialen dazukommen.

Zur Erschließung neuer Geldquellen für weitere Akquisitionen in Zentral- und Osteuropa will die RZB ihre Ostbankenholding extern mit mehr Kapital auspolstern. Grünes Licht für einen Börsegang gebe es bereits, so Rothensteiner. Ob sie tatsächlich 2005 an die Börse komme, stehe noch nicht fest, will sich der RZB-Chef allerdings nicht festlegen lassen. Das hänge von der Marktlage ab.

Vom Rekordgewinn im Vorjahr werden auch die Aktionäre, also vorwiegend die Raiffeisenlandesbanken, profitieren. Für 2003 wird eine Dividende von 14 Prozent (2002: zwölf Prozent) ausbezahlt.

Der Gewinn je Aktie ist im Konzern von 33,4 auf 48,8 Euro angestiegen. Unter dem Strich weist die RZB für das Vorjahr einen Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern von 216,2 Mio. Euro aus, was einen Zuwachs um 57,4 Prozent gegenüber 2002 darstellt. Die Eigenmittel stiegen um acht Prozent auf 3,1 Mrd. Euro. Konzernweit nahm die Zahl der Mitarbeiter um 26,5 Prozent auf 21.119 zu. (bach, Der Standard, Printausgabe, 02.04.2004)

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