Verkauf von Musik-Alben steigt um 9,2 Prozent

8. April 2004, 13:21
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Neue Strategien gegen Umsatzeinbußen wirken

Der Aufschwung bei Musik-Verkäufen, der im September 2003 begann, scheint anzudauern. Dies kann man den am Donnerstag, vom Nielsen SoundScan veröffentlichten Daten entnehmen. Im ersten Quartal stiegen die Album-Verkäufe auf dem US-Markt um 9,2% im Vergleich zum Vorjahr, nämlich von 144,7 auf 158 Mio. Kopien, wobei der Absatz sowohl von aktuellen als auch von älteren Alben zunahm.

Faktoren

Ein Faktor für den Anstieg in der Umsatzkurve sind neben starken neuen Titeln auch die Verkäufe älterer Alben, die gemäß den Daten von SoundScan im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent anstiegen. Musikunternehmen und Händler experimentieren außerdem mit einer niedrigeren Preispolitik für neue und ältere Titel.

Differenzierte Preisstrategien

Neue Zugangsmöglichkeiten, neue Formate und differenzierte Preisstrategien waren ausschlaggebend für die sich ändernde Situation in der amerikanischen Musikindustrie, die schon im Weihnachtsquartal 2003 spürbar war. Dafür war der Anstieg beim Verkauf von Musik-DVDs mit einem Plus von 56% beispielhaft. Auch bei CD-Singles stieg die Zahl der Auslieferungen um 85,5 Prozent auf 8,3 Mio. Einheiten und wertmäßig um 84%.

Trotz der günstigen Ergebnisse ist die Musikindustrie noch lange nicht aus dem Gröbsten heraus. Gestern gab die EMI Group AG bekannt, dass 1.500 Stellen eingespart werden würden, immerhin 20% der Arbeitsstellen, und auch die Warner Music Gruppe steckt mitten in personellen Einsparungen. (pte)

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