Powell bekräftigt: Kein Abzug nach Anschlägen von Falluja

4. April 2004, 10:41
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Außenminister rechnet im Juli mit neuer Resolution

Berlin - US-Außenminister Colin Powell hat bekräftigt, dass sein Land auch nach den jüngsten Anschlägen in Falluja im Irak bleiben wird. Amerika sei in der Lage, dort zu bleiben, gegen einen Feind zu kämpfen und zu gewinnen, sagte Powell am Donnerstag in der ZDF-Sendung "Berlin Mitte", die am Abend um 22.15 Uhr ausgestrahlt wird. "Wir bedauern jeden Verlust von Menschenleben, aber die Vereinigten Staaten haben unter Beweis gestellt, dass wir Verluste verkraften können, wenn diese für die Sache der Freiheit erforderlich sind", betonte er.

Powell rechnet mit einer neuen Irak-Resolution der Vereinten Nationen im Juli dieses Jahres. Dann werde man sehen, was aus dem künftigen Engagement Spaniens werde. Die Spanier hatten erklärt, sie würden ihre Truppen zurückziehen, wenn es keine Resolution gebe, die der UN die politische Kontrolle gebe. "Wir werden dann sehen müssen, was für eine Resolution der UN in den nächsten Monaten zu Stande kommt. Spanien ist ein souveränes Land, kann tun und lassen was es will. Und wir werden seine Entscheidung achten," sagte Powell. (APA/dpa)

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