Extremisten aus Kaschmir kämpfen im Irak gegen USA

2. April 2004, 10:30
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"The Hindu": Festnahmen bestätigen erstmals Verbindungen

Neu-Delhi - US-Truppen haben im Irak nach Presseinformationen erstmals Kämpfer der radikalislamischen Gruppe Lashkar-e-Taiba festgenommen, die im indischen Bundesstaat Kaschmir gegen die Regierung kämpft. Unter den Festgenommenen sei das hochrangige Lashkar-e-Taiba-Mitglied Dilshad Ahmad, berichtete die renommierte indische Tageszeitung "The Hindu" am Donnerstag. Neben Ahmad seien mindestens vier weitere Kämpfer der kaschmirischen Gruppe in US-Gewahrsam im Irak. Es sei das erste Mal, dass eine Verbindung zwischen den Kaschmir-Rebellen und dem Untergrundkampf gegen die US-Besatzung im Irak hergestellt werden konnte.

Indien macht die fundamentalistische Lashkar-e-Taiba für den Anschlag auf das Parlament in Neu-Delhi verantwortlich, bei dem im vorletzten Jahr 14 Menschen getötet worden waren. Islamistische Rebellen kämpfen seit 13 Jahren gewaltsam für die Unabhängigkeit Kaschmirs oder für den Anschluss der Region an Pakistan. Mehr als 37.500 Menschen wurden in dem Konflikt um das zwischen Indien und Pakistan umstrittene Gebiet getötet. (APA)

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