Beide kommen nach Kärnten

1. April 2004, 19:44
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Aber: Während Fischer Kärnten-Tag ohnedies eingeplant hat, folgt Ferrero-Waldner explizit der Einladung Haiders

Wien - Beide Präsidentschafts-Kandidaten, Benita Ferrero-Waldner (V) und Heinz Fischer (S), werden noch vor der Wahl nach Kärnten fahren. Der Unterschied liegt jedoch im Detail: Ferrero-Waldner nimmt eine entsprechende Einladung des Kärntner Landshauptmannes Jörg Haider "sehr gerne" an, Fischer hingegen vermeidet eine personenbezogene Festlegung und schreibt an Haider, dass er "schon vor vielen Wochen den Entschluss gefasst hat, alle neun österreichischen Bundesländer zu besuchen und daher selbstverständlich auch mehrmals das Bundesland Kärnten."

Fischer will sich "der Kärntner Bevölkerung vorstellen". Die Ausarbeitung des konkreten Programms stehe "unmittelbar vor dem Abschluss und ich bin sicher, dass ich in Kärnten interessante und schöne Tage verbringen und persönlichen Kontakt mit sehr vielen Kärntnerinnen und Kärntnern aufnehmen werde". Der SPÖ-Kandidat freut sich selbstverständlich auf diese Besuche und ist "zuversichtlich, dass sich am 25. April eine Mehrheit der Kärntnerinnen und Kärntner für einen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer entscheiden wird", heißt es in dem per Aussendung veröffentlichten Brief an Haider.

Haider hatte am Mittwoch seine Einladung ausgesprochen, um zu erkunden, "wofür die Kandidaten wirklich stehen". Und von Fischer will Haider wissen, wie er es mit der Gleichbehandlung der Parteien hält. Außerdem sollen laut Haider beide Kandidaten "ihr Amtsverständnis offen legen".

Ferrero-Waldner-Sprecher Florian Krenkel hatte bereits am Mittwoch gemeint, "wir suchen nach einem Termin und wir werden auch einen finden".

Von Drei-Wetter-Taft zu Siegeswillen

Zum aktuellen Wahlkampf um den Bundespräsidenten meinte Jörg Haider am Donnerstag auf Krone Hitradio über Benita Ferrero-Waldner, die er laut Aussendung des Radios "vor geraumer Zeit noch als 'Drei-Wetter-Taft-Reisende'" bezeichnete: "Ich schätze unsere Frau Außenministerin Benita Ferrero-Waldner sehr, weil sie einen großen Siegerwillen hat und damit überzeugen kann."Als Wahlempfehlung will er sein Lob aber nicht verstanden wissen. Vielmehr imponiert ihm dieser "Siegerwille" den Haider für seinen eigenen Erfolg so gern zitiert. "Ich habe Einstellungen und Meinungen, die ich lebe und kommuniziere und halte mir nicht, wie viele andere Politiker, ein Hintertürl offen. (APA/red)

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