ÖAMTC verlangt Preissenkung auf EU-Niveau

5. April 2004, 09:19
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Autofahrerclub verlangt Senkung der Spritpreise um zwei bis drei Cent

Wien - Der Autofahrerclub ÖAMTC hat im Vorfeld des Benzinpreisgipfels eine Senkung der heimischen Treibstoffpreise um 2 bis 3 Cent gefordert. Den Grund für die aktuell hohen Spritpreise sieht der ÖAMTC anders als die OMV nicht in den hohen Rohölpreisen, sondern in den bevorstehenden Osterferien.

"Natürlich wird es vor Ostern teurer, das ist immer so", sagte ÖAMTC-Verkehrsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau am Donnerstag zur APA. Brugger-Brandau hofft aber, dass spätestens nach dem Gipfel am Montag die Preise gesenkt würden. Für jene, die schon am Wochenende in die Osterferien fahren würden, käme die Senkung am Montag schon zu spät. Zumindest der Hauptreiseverkehr würde aber noch von der Senkung profitieren.

Absenkung auf EU-Niveau

Die konkrete Forderung des Autofahrerclubs für den Gipfel am Montag: Die Absenkung der Treibstoffpreise auf EU-Niveau. Die alte Zusage der OMV, wonach die Spritpreise netto nicht mehr als 2,9 Cent (damals 40 Groschen) über den EU-Schnitt angehoben werden, ist dem ÖAMTC zu wenig. Vereinbart worden sei damals, "dass die heimische Mineralölwirtschaft mittelfristig ihre Strukturen so weit bereinigt, dass die Spritpreise auf den EU-Mittelwert gesenkt werden können. Diesen zweiten Schritt vermissen wir nach wie vor", so Brugger-Brandau.

Die Chancen, mit ihrer Forderung durchzukommen, schätzt die ÖAMTC-Expertin gar nicht schlecht ein. In den Aussagen von Konsumentenschutzminister Herbert Haupt (V), der diese Woche bereits mit einer amtlichen Benzinpreisregelung gedroht hat, sieht sie ein "starkes politisches Signal". Sie gehe daher davon aus, dass jetzt weiter "Druck auf die Mineralölwirtschaft" ausgeübt werde, die Preise zu senken. (APA)

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