Grazer Schauspielhaus will Linie halten

7. April 2004, 12:09
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Saisonspielplan 2004/05 mit 18 Premieren und behutsamer Mischung aus Klassikern und Neuheiten

Graz - Der Grazer Schauspiel-Chef Matthias Fontheim freute sich am Donnerstag bei der Programm-Präsentation für die kommende Saison über eine März-Auslastung von 91 Prozent und versprach eine behutsame Mischung aus Klassikern und Neuheiten. Auch 2004/2005 wird der Probebühne viel Bedeutung beigemessen - mit Aufführungen, die üblicherweise auf "großen" Bühnen stattfinden. 18 Premieren wird es nächste Saison geben, zehn davon auf der Haupt- und sieben auf der Probebühne, eine Produktion auf "ebene 3".

Den Start macht ein Dreierpaket, das alle Spielstätten einbezieht: Molieres "Tartuffe" (24.9.) als Auftakt im großen Haus, "Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" (25.9.), von Lukas Bärfuss auf der Probebühne und "John... about Lennon" (26.9.) am dritten Spielort.

Als Motto könnte man "Frauen, die in von Männern dominierten Verhältnissen leben und scheitern" sehen, so Fontheim. Zu diesem Thema gibt es auf der Hauptbühne "Emilia Galotti" (25.11.), "Glaube, Liebe, Hoffnung" (21.1.) und "Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaft" von Elfriede Jelinek. Auf der Probebühne wird dazu "Endstation Sehnsucht" (11.12) von Tennessee Williams sowie Schönherrs "Der Weibsteufel" gezeigt.

Als Koproduktion mit dem "steirischen herbst" ist die Uraufführung von Gerhild Steinbuch geplant - "streifen" findet am 30.10. auf der Probebühne statt. Auf der Hauptbühne sind "Die Macht der Gewohnheit" von Thomas Bernhard (15.10), "Frühere Verhältnisse" (6.11.), die Komödie "Der nackte Wahnsinn" (17.12.) und "Das Fest" von Thomas Vinterberg und Mogens Rukov geplant.

Matthias Fontheim wird "Musik" von Frank Wedekind (18.3.) und "Amadeus" (12.5.) von Peter Shaffer inszenieren. Eine weitere Uraufführung gibt es mit der Dramatisierung von Canettis "Die Blendung" (17.3.) auf der Probebühne. (APA)

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