Von der Idee zur Umsetzung

7. April 2004, 07:00
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Gender Mainstreaming tauchte erstmals bei der Weltfrauen-Konferenz 1985 auf

Der Gedanke des Gender Mainstreaming (GM) tauchte erstmals 1985 bei der Weltfrauenkonferenz in Nairobi auf. Zehn Jahre später wurde ebenfalls bei der Weltfrauenkonferenz, diesmal in Beijing, die Idee weiterentwickelt und ein Konzept erstellt.

Im Jahr 1996 erfolgte dann die erste Mitteilung der Europäischen Kommission über die Einbindung der Chancengleichheit in sämtliche politische Konzepte und Maßnahmen der Gemeinschaft.

1997 forderte das Europäische Parlament die Mitgliedstaaten auf, Gender Maintreaming in ihre lokale, regionale und nationale Politik einzubinden. Die ersten Umsetzungsprozesse von Gender Mainstreaming fanden in entwicklungspolitischen Kontexten statt.

Mit der im Jahr 1999 erfolgten Ratifizierung des Amsterdamer Vertrages wurden die Mitgliedstaaten laut Art. 3/2 gesetzlich verpflichtet: "Bei allen in diesem Artikel genannten Tätigkeiten wirkt die Gemeinschaft darauf hin, Ungleichheiten zu beseitigen und die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern".

Die österreichische Bundesregierung bekannte sich im Jahr 2000 zum "Leitprinzip Gender Mainstreaming" und zur Einrichtung einer interministeriellen Arbeitsgruppe für GM (IMAG GM). Im Jahr 2002 wurde im Ministerrat die konkrete Anwendung der GM-Strategie bei allen politischen Konzepten und Maßnahmen beschlossen.

2001 gab die Europäische Union das Jahresarbeitsprogramm heraus. (red)

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