AUA und Lauda fliegen gemeinsam

1. April 2004, 16:46
1 Posting

Flugbetrieb wird verschmolzen - Ergebnis 50 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr angepeilt

Wien - Für das laufende Geschäftsjahr 2004 hält die Austrian Airlines (AUA) an ihrer im Februar getätigten Prognose für das Betriebsergebnis (EBIT) fest, das von 4,2 Mio. Euro - dem um Sondereffekte (wie Kursgewinne und ungeplante Abschreibungen) bereinigten EBIT-Wert für 2003 - heuer auf 50 Mio. Euro steigen soll. Austrian und Lauda Air verschmelzen indes wie angekündigt ihren Flugbetrieb.

Der Flugbetriebsbereich wird gemäß Spaltungsgesetz zusammengelegt, geht aus dem "Amtsblatt" der "Wiener Zeitung" (Donnerstagausgabe) hervor. In ähnlicher Weise wurden bisher bereits die Technikbereiche der Austrian-Fluggesellschaften zusammengeführt. Die Lauda Air bleibe aber weiterhin als eigenes Unternehmen rechtlich erhalten und bestehe künftig aus einer im World Trade Center am Flughafen Wien-Schwechat angesiedelten Vertriebs- und Marketinggesellschaft mit 35 Mitarbeitern, sagte AUA-Sprecher Johannes Davoras heute.

Einigung auf gemeinsamen Kollektivvertrag

Erst gestern haben sich Management und Belegschaftsvertreter nach monatelangen Verhandlungen auf einen künftigen gemeinsamen Kollektivvertrag für Piloten und Flugbegleiter der AUA und Lauda Air geeinigt. Die Details sollen in den nächsten Wochen ausformuliert und festgeschrieben werden.

AUA und Lauda Air decken als eigene Marken weiter unterschiedliche Segmente innerhalb der AUA-Gruppe ab: Austrian bleibt für den Linienbetrieb verantwortlich, während Lauda Air noch stärker als bisher als Charter-/Ferienflieger positioniert werden soll. Die Lauda Air werde künftig eine auf Charter- und Ferienflug spezialisierte Flotte von 11 Mittelstrecken- und bis zu 2 Langstreckenflugzeugen betreiben, hieß es heute.

Die Lauda Air wird weiter vom bisherigen Geschäftsführer Thomas Suritsch geleitet, während der bisherige Lauda Air-Co-Geschäftsführer Christian Fitz künftig den gemeinsamen Flugbetrieb von Austrian Airlines und Lauda Air leitet. (APA)

Nachlese

"Streiks sind vom Tisch"

AUA und Lauda Air bekommen einheitlichen Kollektiv­vertrag
Share if you care.