Mexiko: Proteste gegen mangelnden Schutz der Mangrovenwälder

6. April 2004, 15:15
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Greenpeace demonstrierte mit Kettensägen und Sägemehl

Mexiko-Stadt - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Mexiko mangelnden Schutz seiner Mangrovenwälder vorgeworfen. Mit Kettensägen und Sägemehl demonstrierten Aktivisten der Organisation am Mittwoch vor dem Umweltministerium in Mexiko-Stadt. Nach Angaben des Direktors von Greenpeace Mexiko, Alejandro Calvillo, will das Ministerium im vergangenen Jahr erlassene Bestimmungen zum Schutz der Sümpfe aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufheben. Die Regierung stelle die Interessen von Investoren über Umweltbelange, sagte er.

Der Protest richtet sich insbesondere gegen den Bau von Ferienanlagen an der mexikanischen Karibikküste. Ein Sprecher des Umweltministeriums erklärte, die Behörde habe ein Projekt genehmigt, das Mangrovensümpfen schaden könne. Die Investoren hätten jedoch zugestimmt, dafür an anderer Stelle Ersatz zu schaffen. Mangroven schützen die Küste vor Erosion, dienen der Erhaltung von Riffen und bieten Meerestieren Lebensraum. (APA/AP)

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