Sharon nennt Genfer Friedensinitiative "Katastrophe" für Israel

2. April 2004, 11:26
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Ministerpräsident: Initiatoren "verstehen essenzielle Interessen Israels nicht"

Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hat die private "Genfer Initiative" zur Beendigung des Nahostkonflikts am Mittwoch als "Katastrophe für Israels Sicherheit" bezeichnet. Bei einer Tagung in Tel Aviv sagte Sharon, es gebe auch in Israel Menschen, die "die essenziellen Interessen Israels nicht verstehen". Sie übten Druck auf die Regierung aus, die Friedensverhandlungen mit den Palästinensern wieder aufzunehmen, ohne dass diese den Terror bekämpften.

Die private Friedensinitiative war im Dezember vergangenen Jahres in Genf unterzeichnet und von der EU und der arabischen Seite begrüßt worden. Der Modellvertrag bietet Lösungen für die strittigsten Fragen zwischen den Palästinensern und Israelis an, etwa zur Gründung eines Palästinenserstaates und zur Zukunft Jerusalems. Initiatoren des in zweijährigen Geheimverhandlungen entstandenen Dokumentes sind die früheren israelischen und palästinensischen Minister Yossi Beilin und Yasser Abed Rabbo. (APA/dpa)

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