Marek: "Frauenanliegen für Ferrero-Waldner wichtig"

22. April 2004, 20:59
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ÖVP-Politikerin: Die Außenministerin hat die Karrieren von Frauen im Ministerium besonders unterstützt

Wien - Amüsiert reagierte die ÖVP-Nationalratsabgeordnete Christine Marek am Mittwoch auf den "mühsam konstruierten Versuch Heinz Fischers", um die Stimmen von Frauen zu werben. "Das einzige, das Fischer dazu einfällt ist, sich mit Ex-Ministerinnen und Frauenpolitikerinnen zu umgeben, er konnte mit keinem Wort erklären, was er hier und heute für die Anliegen von Frauen tun kann", so Marek in einer Aussendung - und weiter: "Im Gegensatz dazu waren Benita Ferrero-Waldner in ihrer gesamten Laufbahn die Förderung und die Anliegen von Frauen immer wichtig."

Marek erinnerte daran, dass die Außenministerin in ihrem eigenen Ministerium die Karrieren von Frauen besonders unterstützt habe. "Derzeit gibt es zwölf Botschafterinnen und sieben Generalkonsulinnen, die im Dienste der Republik Guatemala bis New Delhi und von Washington bis Tunis arbeiten. Das gab es vorher überhaupt noch nie", so Marek. Als Benita Ferrero-Waldner eingetreten sei, hätte es zehn Prozent Frauen im Höheren Dienst gegeben, heute seien es 28 Prozent bei Akademikerinnen und 37 Prozent bei Maturantinnen.

"Aktive und kämpferische Frau"

Weiters sei Ferrero-Waldner nicht nur in der Privatwirtschaft erfolgreich gewesen, sie war auch die erste Protokollchefin der UNO, die erste Außenministerin der Republik und sie werde auch die erste österreichische Bundespräsidentin sein. Ferrero-Waldner habe sich als aktive und kämpferische Frau in früheren Männerdomänen durchgesetzt und habe dabei damals wie heute für die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft. "Ich frage mich, was genau Heinz Fischer in den 25 Jahren seiner Parteikarriere für die Interessen der Frauen konkret getan hat", so Marek. Es sei geradezu absurd, wenn Fischer nun versuche, sich als großer Frauenpolitiker aufzuspielen. "Allein Frauen nicht zu verhindern, ist eindeutig zu wenig."

Die SPÖ solle sich, so Marek, ihrer eigenen fruchtlosen Forderungen nach Quotenregelungen besinnen und nicht jene kompetente und erfahrene Außenpolitikerin, die erstmals eine realistische Chance hat, Bundespräsidentin zu werden, mit Unwahrheiten schlecht machen. "Frau sein alleine ist nicht genug - dem ist absolut zuzustimmen. Aber Benita Ferrero-Waldner hat alle für das Amt der Bundespräsidentin notwendigen Eigenschaften in sich vereint - und da ist ihr 'FrauSein' das absolute zusätzliche Plus", so Marek abschließend. (red)

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