Aktionstag gegen "Angriffe auf Bildung"

2. April 2004, 12:38
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Demonstration organisiert von Schüler-, Studierenden- und Lehrer­vertretern am Freitag unter dem Motto "Unsere Bildung ist keine Ware!"

Wien - Schüler-, Studierenden- und Lehrervertreter machen heute gemeinsame Sache: Unter dem Titel "Unsere Bildung ist keine Ware!" will man gegen "die Angriffe auf die Bildungslandschaft" demonstrieren, wie die Vorsitzende der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH), Patrice Fuchs, am Mittwoch ankündigte.

Von Schülerseite wurde nicht nur die fehlende Chancengleichheit für Schüler durch Mehrkosten, die von den Eltern getragen werden müssten, beklagt. Es mangle auch an innerschulischer Demokratie etwa bei Entscheidungen über Sponsoringverträgen mit Firmen von außen.

Für Christine Recht von der "Lehrerinitiative UG" stellt die verstärkte Finanzierung durch Privat- und Sponsormittel an Schulen eine "Abgabe der Verantwortung des Staates" dar. Und Romanistikprofessor Karl Ille von der Plattform Universitäre Mitbestimmung sieht eine zunehmende Abhängigkeit von der Wirtschaft auch für den Uni-Betrieb gegeben.

Am Aktionstag wird die Kritik noch einmal öffentlich an Bildungsministerin Elisabeth Gehrer adressiert. (kmo/DER STANDARD, Printausgabe, 1.4.2004)

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    foto: öh
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