Großbritannien führt "bürgerliche Partnerschaft" für Homosexuelle ein

1. April 2004, 20:14
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Eheähnliche Renten- und Erbschaftsansprüche

London - Nach dem Vorbild anderer europäischer Länder führt nun auch Großbritannien offiziell anerkannte Partnerschaften für Schwule und Lesben ein. Das von Königin Elizabeth II. bereits in ihrer Thronrede angekündigte Vorhaben wurde am Mittwoch von der Labour-Regierung in London erläutert. In dem vorbereiteten Gesetzestext wird zwar nicht das Wort Ehe verwendet, doch rechtlich werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Ehe weitgehend gleichgestellt.

Homosexuelle können künftig auf dem Standesamt im Beisein von Zeugen eine "bürgerliche Partnerschaft" eingehen, die mit ähnlichen Rechten und Pflichten verbunden ist wie eine Ehe, etwa bei Renten- und Erbschaftsansprüchen. Hat einer der beiden Partner Kinder, wird der andere mit Unterzeichnung des Vertrages als Elternteil anerkannt. Heterosexuellen steht eine Partnerschaft in dieser Form nicht offen. (APA/dpa)

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