Duelfer hält Waffenfunde im Irak noch für möglich

2. April 2004, 16:57
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Neuer US-Chefwaffeninspekteur: Es gibt "glaubwürdige und faszinierende" Hinweise auf mögliche geheime Lager - Bisher mangelnde Kooperation

Washington - Die Suche nach Massenvernichtungswaffen im Irak wird nach Angaben des neuen US-Waffeninspekteurs Charles Duelfer durch mangelnde Kooperation früherer irakischer Führungspersonen massiv behindert. Er schließe es aber nach wie vor nicht aus, dass solche Waffen noch gefunden würden, sagte Duelfer nach US-Medienberichten vom Mittwoch in einer Kongress-Anhörung. Es gebe nach wie vor ungelöste Rätsel um die Waffen und einige "glaubwürdige und faszinierende" Hinweise auf mögliche geheime Lager.

Duelfer äußerte sich damit weitaus zuversichtlicher über die Aussicht, noch auf Massenvernichtungswaffen zu stoßen, als dies sein im Jänner ausgeschiedener Vorgänger David Kay getan hatte. Nach Angaben der "New York Times" stammen Duelfers Äußerungen indessen aus dem öffentlichen Teil der Anhörung. Dem Blatt zufolge wiesen Demokraten des Senatsausschusses, vor dem Duelfer aussagte, darauf hin, dass seine Einschätzungen in einem geheimen Teil des Hearings deutlich gedämpfter ausgefallen seien. (APA/dpa)

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