Wiener FPÖ gegen "krass entfremdetes" Theater

5. April 2004, 19:12
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Künftig Boykott der Theaterreform-Sitzungen

Wien - Die Wiener FPÖ beendet ihre Teilnahme an den Verhandlungen zur Wiener Theaterreform. Begründet wird dies in einer Aussendung mit der "Forcierung des fremdsprachigen Theaters" unter Stadtrat Mailath-Pokorny, die zu einer "Vernachlässigung der deutschen Sprache" im Theater führe; auch würden Theater-Klassiker "krass entfremdet". Ernst Woller, Kultursprecher der SPÖ Wien und Vorsitzender des Kulturausschusses, zeigt sich "verwundert über die Diskussionsverweigerung" der FPÖ.

"Das Theater, dessen wichtigstes künstlerisches Element die Sprache ist, muss höchst sensibel mit diesem Gut umgehen", so die Obfrau der FPÖ-Fraktion im Kulturausschuss und Kultursprecherin der Wiener FPÖ, Heidemarie Unterreiner, in der Aussendung. "Wer die eigene Sprache nicht achtet und nicht pflegt - also aufgibt - gibt auch seine Identität auf."

Die Wiener FPÖ habe gezeigt, "dass sie nicht das geringste Interesse hat, konstruktiv an der Gestaltung der Wiener Kultur-Landschaft mitzuarbeiten", entgegnete Woller. "Mit ihrem neuen Parteiobmann (Heinz-Christian, Anm.) Strache werden die Wiener FP-Politiker freilich rasch zum Sprachrohr seiner einschlägigen, rechten Diktion". (APA)

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