Deutsche- Telekom- Chef Ricke will Zusammenarbeit im Konzern verbessern

8. April 2004, 09:20
posten

Unternehmen widerspricht Meldungen über Konzernumbau

Die Deutsche Telekom will offenbar die Zusammenarbeit zwischen den bisher teilweise konkurrierenden vier Säulen T-Com (Festnetz), T-Mobile, T-Systems und T-Online erheblich intensivieren. Es gelte die Aussage des Vorstandsvorsitzenden Kai-Uwe Ricke bei der Bilanzpressekonferenz, dass die vier Säulen eine Organisationsform seien und keine Strategie, kommentierte Telekom-Sprecher Ulrich Lissek einen Bericht der "Wirtschaftswoche" über einen Umbau des Telekommunikationsriesen.

"Den Mehrwert zwischen den Säulen heben"

Die Telekom sei ein integrierter Konzern, betonte Lissek. Ricke habe deutlich gemacht, dass es gelte, "den Mehrwert zwischen den Säulen zu heben". Ziel sei eine konsequente Ausrichtung auf den Kunden. Ricke hatte seine neue Richtung am Beispiel der Zukunftstechnik Wireless LAN deutlich gemacht: "Es reicht nicht aus, dass jede Division für sich diesen Markt angeht.

Power

Wirklich effizient wird das erst, wenn sie dies gemeinsam, abgestimmt und konsequent tun. Erst dann entsteht die wirkliche Power." Ricke stellt sich damit faktisch gegen die Strategie seines Vorgängers Ron Sommer, der Vorteile eher in der konzerninternen Konkurrenz gesehen hatte.

Mehrtätige Klausur

Nach dem Bericht der "Wirtschaftswoche" will sich der Vorstand der Telekom Ende April auf einer mehrtägigen Klausur mit den Vorstellungen Rickes beschäftigen. Lissek erklärte, das Unternehmen nehme zu solchen Terminen keine Stellung. Nach dem Bericht der Zeitschrift sollen Privat- und Geschäftskunden sowie multinationale Unternehmen alle Dienstleistungen des Konzerns langfristig aus einer Hand erhalten. Bis 2010 könnte demnach auch die börsennotierte Internet-Tochter T-Online ihre Selbstständigkeit verlieren und wieder voll in den Telekom-Konzern integriert werden.(APA/AP)

Share if you care.