Wien Museum quasi ein Erfolg

5. April 2004, 19:07
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Steigende Besucherzahlen und ambitionierte Pläne

Wien - Ein Jahr nach seiner Übernahme des Wien Museum hat Direktor Wolfgang Kos am Mittwoch positiv Bilanz gezogen ("Die Wertschätzung wurde gesteigert, die neue Marke hat gegriffen") und Pläne für die Folgesaison vorgestellt. Belegen kann Kos seine Einschätzung mit um 9,85 Prozent gesteigerten Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr - insgesamt 258.783 in allen Häusern.

Publikumsrenner war im vergangenen Jahr die Qualtinger-Ausstellung im Haupthaus am Karlsplatz "Quasi ein Genie" mit rund 23.000 Besuchern, breit diskutiert werde die derzeit laufende Ausstellung "Gastarbajteri" (noch bis 11. April). Das Wien Museum Karlsplatz konnte mit gut 30 Prozent die größte Steigerung (auf 87.571 Besuche) verzeichnen. Auch die Angebote in der Hermesvilla erfreuten sich zunehmender Beliebtheit (38.366 Besuche). Minimale Rückgänge gab es im Uhrenmuseum, in den Musikergedenkräumen und den archäologischen Schauräumen blieben die Besucherzahlen konstant.

Pläne für die nächste Saison

Für 2005 ist eine "raumgreifende" (Kos) Schau im angemieteten Künstlerhaus geplant, die erste Verwirklichung der lange diskutierten Karlsplatz-übergreifenden Kooperation: "Alt Wien. Die Stadt die niemals war" (25. November 2004 bis 13. März 2005). Anhand von 200 Jahren Stadtentwicklung will man Diskussionen um Veränderung, sentimentales Heimatgefühl und auch die heutige Zukunftsdebatte thematisieren. Mahnend wird da Karl Kraus zitiert: "Alt-Wien war einmal neu."

Ein Zyklus mit drei Ausstellungen zur Epoche nach 1945 widmet sich John F. Kennedys Treffen mit Nikita Chruschtschow 1961 in Wien (27. Jänner bis April 2005). Noch heuer, vom 4. November bis 9. Jänner 2005, wird das Werk des französischen Fotografen Henri Cartier- Bresson vorgestellt. (APA)

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