Zweikampf Fischer gegen Ferrero-Waldner fixiert

4. April 2004, 13:07
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Auch Wabl hat nicht genügend Unterstützungen - Erstmals seit 1974 nur zwei Kandidaten

Wien - Weit von den nötigen 6.000 Unterstützungen entfernt blieben die zwei Kandidatur-Willigen, die persönlich im Innenministerium ihre Wahlvorschläge abgegeben haben. Der oststeirische Richter Martin Wabl kam insgesamt auf 1.174 Unterschriften, der steirische Sexhotline-Besitzer Wolfgang Pöltl auf 169. Damit gab die Bundeswahlbehörde nach ihrer Sitzung Mittwoch Nachmittag bekannt, dass bei der Bundespräsidentenwahl Benita Ferrero-Waldner (V) und Heinz Fischer (S) im ersten Zweikampf seit 1974 antreten werden.

Frist abgelaufen

Die Frist für die "Verbesserung der Wahlvorschläge", die bisher nicht ausreichend unterstützt waren, ist heute um 0.00 Uhr zu Ende gegangen. "Für keinen der Wahlvorschläge wurden Unterstützungserklärungen in einem Ausmaß nachgereicht, das für eine Gültigkeit des Wahlvorschlages ausgereicht hätte", berichtete der Leiter der Wahlabteilung, Robert Stein, in einer Aussendung.

Wabl gab zu seinen 871 Unterstützungserklärungen vom Freitag gestern, Dienstag, noch 303 weitere ab. Der steirische Sexhotline-Besitzer Wolfgang Pöltl nützte die Nachfrist nicht. Er hatte am Freitag nur 169 Unterstützungserklärungen im Innenministerium abgeliefert - und gestern gegenüber der APA erklärt, er wolle weitere nicht abgeben, weil er sie als Beweismittel vor Gericht für seine Anzeige gegen die Kandidaten Ferrero-Waldner und Fischer brauche.

Genaue Zahl von Ferrero und Fischer unklar

Wie viele Unterstützungserklärungen für Ferrero und Fischer abgegeben wurden, musste die Wahlbehörde nicht feststellen. Sie wurden jeweils bis 6.000 gezählt - womit klar war, dass die nötige Anzahl vorliegt. Weiter zu zählen, ist vom Gesetz her nicht nötig. Anders als vor der Wahlrechtsänderung werden die Kandidaten auf dem Stimmzettel jetzt nämlich nicht mehr nach der Zahl der Unterstützungserklärungen, sondern noch dem Alphabet gereicht. Ferrero-Waldner wird also vor Fischer stehen. Laut ÖVP-Angaben wurden für Ferrero 38.173 Unterschriften abgegeben, für Fischer nach SPÖ-Angaben rund 40.000.

Die Stimmzettel werden Anfang nächster Woche vorliegen, berichtete Stein. Damit ist die rasche Zustellung der Wahlkarten an Auslandsösterreicher möglich. (APA)

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