Robert Merle 1908-2004

5. April 2004, 19:03
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Französischer Schriftsteller, Goncourt-Preisträger 1949

Paris - Der französische Schriftsteller Robert Merle, Goncourt-Preisträger 1949, ist im Alter von 95 Jahren in seiner Wohnung in La Malmaison im Departement Yvelines bei Paris an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Der Todesfall ereignete sich bereits in der Nacht auf Sonntag, wurde aber erst am Dienstag von der Familie des Autors nach der Bestattung im engen Familienkreis bekannt gegeben.

Im vergangenen Oktober war Merle noch mit dem "Grand Prix Jean Giono" ausgezeichnet worden. Prämiert wurde das Buch "La glaive et les amours" ("Das Schwert und die Lieben"), der 13. Titel der historischen Saga "Fortune de France" (Edition de Fallois).

Der 1908 geborene Robert Merle, der jahrelang an verschiedenen Universitäten unterrichtet hatte, war Romancier, Dramaturg, Essayist und Übersetzer. Dem breiten Publikum ist er vor allem durch den Roman "Week-end a Zuydcote" bekannt, für den er 1949 mit dem Gouncourt-Literaturpreis ausgezeichnet worden war. Weitere bekannte Titel sind "La mort est mon metier" und "Malevil".

Mit der Reihe "Fortune de France", welche die Geschichte der Familie Siorac zur Zeit der Religionskriege erzählt, hatte Robert Merle vor 25 Jahren begonnen. Der große Erfolg des ersten Bandes hatte ihn dazu veranlasst, weitere Folgen zu schreiben. Mit 13 Bänden ist letztlich einer der umfangreichsten historischen Romane der Gegenwartsliteratur entstanden. Die Serie wurde bisher von mehr als sechs Millionen Personen gelesen. (APA)

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