Cox will Betrugsvorwurf aufklären

1. April 2004, 20:13
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Parlamentspräsident fordert österreichischen Abgeordneten Martin zu Vorlage von Beweisen auf

Hamburg - Der Präsident des Europäischen Parlaments, Pat Cox, hat sich in die Affäre um angebliche Betrügereien mit Tagegeldern von Europa-Abgeordneten eingeschaltet. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein internes Schreiben. Cox fordert darin den parteilosen österreichischen EU-Parlamentarier Hans-Peter Martin auf, ihm Beweise zu den erhobenen Betrugsvorwürfen gegen Parlamentskollegen zu übergeben.

Nach Angaben der Zeitung schrieb der Präsident, Martin sei als Mitglied des Europäischen Parlaments verpflichtet, ihm unverzüglich etwaige Beweise für die bisher nicht belegten Vorwürfe vorzulegen. Cox sicherte zu, er werde sicherstellen, dass die Angelegenheit untersucht und ordnungsgemäß behandelt werde. (APA/dpa)

Hans-Peter Martin hatte in der "Bild"-Zeitung schwere Vorwürfe gegen EU-Parlamentarier erhoben. Nach eigenen Angaben habe er in den vergangenen drei Jahren in 7.200 Fällen Abgeordnete dabei beobachtet, wie sie sich in Anwesenheitslisten des Parlaments eintrugen, um Tagegeld zu kassieren, ohne an Sitzungen teilgenommen zu haben.
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