Heinz: Ketchup-Essen nützt Kerry nicht

5. April 2004, 11:32
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US-Firma H.J. Heinz Co. dementiert Unterstützung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten

Washington - Die US-Firma H.J. Heinz Co. hat sich nun in Briefen an Medien von dem demokratischen Präsidentschaftskandidaten John F. Kerry distanziert. Da Kerry mit der Witwe des Ketchup-Magnaten John Heinz verheiratet ist kam es zu Gerüchten, mehr Ketchup-Umsatz würde die Kandidatur des demokratischen Senators unterstützen. Die Firma sei daraufhin sowohl von Boykott-Aufrufen von Kerry-Gegnern als auch von Aufrufen von Kerry-Anhängern mehr Heinz-Ketchup zu konsumieren konfrontiert worden. Mehr oder weniger Umsatz werde sich aber in keiner Weise auf die Kerry-Wahlkampagne auswirken, stellte das Unternehmen nun klar.

"Schnurrender Morris"

Das Unternehmen hatte allerdings 1988 einen fiktiven Präsidentschaftskandidaten präsentiert: Im Rahmen einer Werbekampagne für das Heinz-Katzenfutter "Neun Leben" wurde eine Katze als idealer Präsident beworben. Der schnurrende "Morris" war jedoch der einzige Kandidat, den das Unternehmen je für den Einzug in das Weiße Haus unterstützt habe, scherzte eine Unternehmenssprecherin. Seit der Katzenfutter-Werbekampagne 1988 habe sich Heinz nicht mehr politisch engagiert.

Der demokratische Senator John Kerry ist mit Teresa Heinz Kerry verheiratet, der Witwe des 1991 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen republikanischen Senators John Heinz. Der Erbe des Ketchup-Riesen hatte ihr und den gemeinsamen Kindern rund 500 Mill. Dollar (410 Mill. Euro) vermacht. Teresa Heinz Kerry und ihre Kinder besitzen weniger als vier Prozent der Heinz-Aktien, stellte das Unternehmen klar. (APA)

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