Bush sagt 9/11-Kommission Zusammenarbeit zu

2. April 2004, 20:32
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US-Präsident gibt nach: Anschläge sollen von unabhängigen Experten untersucht werden

Washington - US-Präsident George W. Bush hat am Dienstag einer unabhängigen Untersuchungskommission zu den Anschlägen vom 11. September 2001 volle Zusammenarbeit zugesagt. Der Präsident bestätigte, dass er grünes Licht für eine öffentliche und eidliche Aussage seiner Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice vor dem Gremium gegeben habe. Er selbst und Vizepräsident Richard Cheney seien zudem bereit, mit der gesamten vom Kongress eingesetzten Kommission anstatt nur mit den Führungspersönlichkeiten hinter verschlossenen Türen zusammenzukommen.

"Außergewöhnliche Aufgabe der Kommission"

Das Gremium untersucht, ob die Anschläge hätten verhindert werden können. Bush und Rice waren in den vergangenen Tagen unter Druck geraten, nachdem der einstige Terrorabwehr-Sonderbeauftragte des Präsidenten, Richard Clarke, ihnen vorgeworfen hatte, Warnungen vor dem Terrornetzwerk Al Kaida außer Acht gelassen zu haben. Rice hatte es trotz Drängens der Kommission unter Berufung auf das Weiße Haus abgelehnt, sich zu diesen Vorwürfen öffentlich von dem Gremium befragen zu lassen. Sie verwies dabei auf den "notwendigen Schutz" des Vertrauensverhältnisses zwischen Bush und dessen engsten Beratern. In einer Kehrtwende erklärte Bush nun, dass das Weiße Haus angesichts der außergewöhnlichen Aufgabe der Kommission, weitere Anschläge zu verhindern, den Wünschen des Gremiums entsprechen werde. (APA/dpa)

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    Bush gibt grünes Licht zur unabhängigen Untersuchungskommission.

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