Videoüberwachung von Schulen: Vorarlberger Drogenfahnder dafür

2. April 2004, 11:44
posten

Schutzzonen der Exekutive: "Praktisch unmöglich"

Für die Überwachung von Schulhöfen mit Videokameras ist der leitende Drogenfahnder in der Kriminalabteilung Vorarlberg, Herbert Metzler. In einem ORF-Interview mit Radio Vorarlberg meinte Metzler, es sei für die Executive "praktisch unmöglich, eine Schutzzone vor einer Schule zu überwachen". Er kann sich eher eine Überwachung der Schulhöfe mit Videokameras vorstellen, denn diese Kameras hätten in mehrfacher Hinsicht eine abschreckende Wirkung.

"Praktisch unmöglich"

Nach dem Entwurf der Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz soll es künftig möglich sein, 150 Meter vor Schulen, Kasernen, Kindergärten und sonstigen Gebäuden mittels Antrag bei der Sicherheitsbehörde (Land: Bezirkshauptmannschaft, Stadt: Bundespolizeidirektion) über Verordnung eine Schutzzone einrichten zu lassen. Damit könnte von Polizei oder Gendarmerie durchgesetzt werden, dass ein Verdächtiger einen Platz, der zur Schutzzone erklärt worden ist, nicht mehr betreten darf.

Eine Schutzzone vor einer Schule zu überwachen sei, abgesehen vom enormen Personalbedarf, für die Exekutive praktisch unmöglich, befürchtet Metzler: "Dealer sind relativ mobil und nicht für jeden erkennbar," so Metzler. Die Gendarmerie werde vermutlich nicht die Möglichkeit haben, alle Schulen und deren Umkreis zu überwachen. Wenn schon eine Überwachung stattfinden soll, dann mit Videokameras. Denn Videokameras auf Schulhöfen hätten in mehreren Bereichen eine abschreckende Wirkung. Mit den Videoaufnahmen könnte vielleicht auch etwas gegen die immer stärker werdende Brutalität an den Schulen unternommen werden, hofft der Drogenfahnder. Wenn die Plätze mit Videokameras überwacht werden würden, könnten eventuell Schüler davon abgehalten werden, andere Mitschüler anzugreifen. (APA)

Share if you care.