Travis: Die Stars von nebenan

2. April 2004, 12:51
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Gerade auch live eine uneingeschränkte Empfehlung

Travis, benannt nach dem von Harry Dean Stanton kongenial verkörperten Hauptdarsteller in Wim Wenders melancholischem Roadmovie Paris, Texas, gelten neben Bands wie Coldplay oder Starsailor seit Jahren als Erneuerer des britischen Gitarrenpop. Wobei Erneuerung hier im Wesentlichen eine Rückbesinnung auf Werte wie Sensibilität, Zurückhaltung und uneitle Eleganz meint.

Damit positionierte sich die Band aus Glasgow als Gegenentwurf zum großkotzigen Angeber-Pop von Oasis und Konsorten. Mit rücksichtslos ausgestellten Gefühlswelten, die zwischen Melancholie und zarter Hoffnung hauptgemeldet scheinen, eroberten Travis ihr Publikum. Meist semiakustisch instrumentiert bestechen sie im Fach "Große Melodie" ebenso wie in rockigeren Gefilden - wie sie auf ihrem aktuellen Album 12 Memories nachdrücklich beweisen.

Gerade auch live eine uneingeschränkte Empfehlung. (flu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31. 3. 2004)

2. 4. Gasometer, 11., Guglg. 8, (01) 960 96 20.00
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