Habt acht, Ski heil

24. April 2004, 12:16
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Heinz Fischer beim "Frauenfest" und als DJ, Ferrero-Waldner mit 150 Schilehrern

Statt Handkuss war diesmal salutieren angesagt. Mit einem strammen "Habt acht" begrüßte SP-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer bei dem zu seiner Unterstützung am Montagabend zelebrierten "Frauenfest" die prominente Wahlhelferin und Profischwimmerin Vera Lischka. Zur Freude des (großteils weiblichen) Publikums war Lischka doch von 1998 bis 2001 Korporal beim Bundesheer.

Dem Anlass entsprechend präsentierte sich Fischer ganz von seiner "femininen" Seite. Sei es in der Diskussion über Frauenrechte oder bei der Huldigung seiner Ehefrau Margit. Mit einem "Danke, Margit" konnte Fischer weitere Sympathiepunkte im Saal sammeln. Und als DJ Heifi dann auch noch "Careless love" auflegte, wippte nicht nur er begeistert mit den Füßchen. Da hatte die "verdienstvolle Protokolldame", wie VP-Kontrahentin Ferrero-Waldner von Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi bezeichnet wurde, keine Chance mehr.

Ferrero-Waldner begab sich am Dienstag lieber in männliche Gesellschaft. Über 150 Schilehrer bereiteten ihr nach eigener Auskunft den "großartigsten Empfang" in ihrer Wahlkampfzeit. "Mit der Hilfe der Tiroler verlasse ich die Aufholspur und begebe mich auf die Überholspur" gab sich Ferrero motiviert.

Den beiden Wahlkämpfern könnte jedoch bald Ungemach drohen. Zumindest wenn es nach dem ausgeschiedenen Sexhotline-Betreiber Wolfgang Pöltl geht. Bis zum Ende der Nachfrist am Dienstag hatte Pöltl keine weiteren Unterstützungserklärungen eingebracht und ist damit aus dem Rennen. Er wolle diese "als Beweismittel sichern", da die abgegebenen Unterschriften offenbar "in dunklen Kanälen verschwunden" seien. Pöltl hat eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Wien verfasst. (kmo/DER STANDARD, Printausgabe, 31.3.2004)

  • DJ heifi
    foto: derstandard.at/rasch

    DJ heifi

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