Erstmals auf die große Bühne

5. April 2004, 19:12
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Mozarts "Cosi fan Tutte" wird heuer in Salzburg im Großen Festspielhaus inszeniert

Salzburg - Erstmals in der Geschichte der Festspiele wird Mozarts "Cosi fan Tutte" - eigentlich für kleine Bühne gedacht und üblicherweise auch in kleineren Häusern aufgeführt - in Salzburg im Großen Festspielhaus inszeniert. Ursel und Karl-Ernst Herrmann haben sich für die Salzburger Osterfestspiele dieser Aufgabe gestellt.

Das Ensemble

Wenn am Samstag der Vorhang für "Cosi fan Tutte" und zugleich für die Salzburger Osterfestspiele 2004 hochgeht, werden die Berliner Philharmoniker und der künstlerische Leiter des Festivals, Simon Rattle, ihr Wunsch-Ensemble begleiten. Mit Cecilia Bartoli (Fiordiligi), Magdalena Kozena (Dorabella) und Barbara Bonney (Despina) ist die erste Garde von Sängerinnen verpflichtet worden, auch Kurt Streit (Ferrando) und Gerald Finley (Guglielmo) gehören zu den besten Fünf im Mozartfach.

Mit Thomas Allen (Don Alfonso) singt ein Altmeister, der von Kennern als "Inkarnation dieser Rolle schlechthin" bezeichnet wird. "Die Kostüme sind zeitlos, also nicht barock, aber auch nicht modern", sagte der Geschäftsführer der Salzburger Osterfestspiele, Michael Dewitte: "Ich glaube, wir werden eine 'Cosi' erleben, die eigenständig, persönlich, sehr poetisch und neu ist, aber die Idee von Mozarts Oper in keinem Moment verfremdet."

Aufführungen

"Eine besondere Herausforderung ist diese Produktion für das Orchester der Berliner Philharmoniker", erläuterte Simon Rattle: "Dieses Orchester hat die 'Cosi' auf der Bühne nämlich noch nie gespielt."

Zwei Mal wird die "Cosi" jetzt zu Ostern gegeben, ab 30. Juli wird sie bei den Sommerfestspielen insgesamt zehn Mal zu sehen sein. Die Inszenierung der "Cosi fan Tutte" von Ursel und Karl-Ernst Herrmann soll im Jahr 2006 als Teil des 22-Mozart-Opern-Planes von Intendant Peter Ruzicka wieder aufgenommen werden. (APA)

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