Söndergaard: "Fußball ist Teamwork"

4. April 2004, 17:23
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Der Däne leitete am Dienstag sein erstes Training bei der Austria, mit seiner Stellung in der Hierarchie hat er kein Problem

Wien - Lars Söndergaard hat am Dienstagvormittag seine vorerst auf zwei Monate bis Saisonende terminisierte Tätigkeit als Trainer bei der Wiener Austria aufgenommen. Söndergaard war um 8:30 Uhr in der Geschäftsstelle des Meisters präsent. Vor Trainingsbeginn gab es ein intensives Gespräch mit dem Betreuerstab, also dem verantwortlichen Sportdirektor Günter Kronsteiner und den Co-Trainern, angeführt von Johann Dihanich.

Auf dem Trainingsplatz wies Söndergaard seine Schützlinge noch einmal darauf hin, worauf es im letzten Meisterschaftsviertel einzig und alleine ankomme: "Spiele gewinnen und den Meistertitel verteidigen." Die Austria liegt nach 27 Runden punktgleich mit dem GAK an der Spitze. "Auf einige Sachen, wie das Defensivverhalten, das Direktspiel, das gegen Sturm ja schon gut geklappt hat und Taktik, möchte ich mich in dieser kurzen Zeit konzentrieren", meinte 44-Jährige. Die meisten der Spieler kennt er immerhin als Gegner von Austria Salzburg: "Alles sehr gute Fußballer".

Verlängerung bei Erfolg

Er freue sich, wieder auf dem Platz zu stehen, nachdem er Ende Oktober vom SV Salzburg gefeuert worden war. Seit 2001 war er dort Cheftrainer gewesen. Seine Familie wohnt noch in Salzburg, ob das so bleibt, ist noch offen. "Sollten wir Erfolg haben und beide Seiten eine Vertragsverlängerung wünschen, dann werden wir wohl nach Wien übersiedeln."

Auch für Kronsteiner ist eine Verlängerung durchaus im Bereich des Möglichen. "Sollte alles so laufen, wie wir uns beide es vorstellen, dann wird es geschehen", meinte der Sportdirektor. Warum zunächst nur auf so kurze Zeit abgeschlossen wurde, erklärt der Steirer damit, "dass die Austria in jüngerer Zeit Spielern und Trainern viel Geld nachgeschmissen hat und Verträge daher entsprechend abzuschließen sind".

"Günter hat das letzte Wort"

Den Trainingseinheiten will Kronsteiner "so oft wie möglich beiwohnen". Die letzte Entscheidung etwa über die Aufstellung verbleibt beim Sportdirektor. Söndergaard: "Fußball ist Teamwork. Zusammenarbeiten, reden, ruhig besprechen. Sollten wir uns nicht einigen können, dann hat der Günter das letzte Wort." Kapitän Michael Wagner freut sich jedenfalls auf die Zusammenarbeit mit Söndergaard, "der ja für uns kein Unbekannter ist". Denn von diesem Fachmann "können wir alle noch einiges lernen". (APA/red)

  • Lars Söndergaard beschäftigt sich mit Tommy Flögel.

    Lars Söndergaard beschäftigt sich mit Tommy Flögel.

  • Söndergaard und Kronsteiner beobachten das Training.

    Söndergaard und Kronsteiner beobachten das Training.

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