Preisgekrönt und übergangen

2. April 2004, 23:56
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Buddhistische Mönche erhielten Grammy, bislang aber kein Geld - von einer CD-Aufnahme wussten sie gar nichts

New Delhi - Die im Februar mit einem Grammy ausgezeichneten buddhistischen Mönche aus Nordindien wurden von der Nominierung für den Preis sehr überrascht: Sie wussten eigenen Angaben nach noch nicht einmal, dass es eine CD mit ihren Gesängen und Gebeten gab. Sie hatten für das Album "Sacred Tibetan Chant: The Monks of Palpung Sherab Ling Monastery" den Preis in der Kategorie "beste traditionelle Musik weltweit" gewonnen.

Nach Ansicht der Mönche fand ihr Gesang auf mysteriöse Weise seinen Weg zur Plattenfirma. "Wir wissen nicht, wie die CD für die Auszeichnung nominiert wurde. Wir wussten noch nicht einmal, dass es eine CD gab", sagte der Mönch Tenam Lama nach Berichten indischer Medien vom Dienstag - wenigstens hatte er es danach noch zur Preisverleihung nach Los Angeles im Februar geschafft . Nach der Nominierung im vergangenen Dezember sei das Kloster mit Anrufen und Besuchern bestürmt worden. Aus dem Verkauf des Albums hätten sie bisher aber noch nichts erhalten, sagten die Mönche der Zeitung "The Hindu". (APA/red)

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    Die CD "Sacred Tibetan Chant: The Monks of Palpung Sherab Ling Monastery" (Naxos 2003)

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