Die NSA wacht über Red Hats neue Fedora Linux-Version

9. April 2004, 10:52
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SELinux erstmals vollständig integriert - XFree86 muss X.org weichen

Red Hat hat die Verfügbarkeit der zweiten Test-Release seiner Community-Distribution Fedora Core 2 bekannt gegeben. Highlight der neuen Version ist die erstmalige vollständige Implementierung der SELinux-Patches der NSA. Mit diesen lassen sich für einzelne Prozesse wesentlich genauere Sicherheitseinstellungen vornehmen.

Austausch

Brisant auch ein weiteres Detail der neuen Release: Denn mit Test 2 ist der bisherige Grafikserver XFree86 vollständig aus der Distribution geflogen, statt dessen kommt die Alternative von X.org zum Einsatz, dabei handelt es sich um eine Abspaltung, die vor der umstrittenen Änderung der XFree86-Lizenz (der WebStandard berichtete)vorgenommen wurde, und hinter der sich mittlerweile praktisch alle maßgeblichen X-EntwicklerInnen versammelt haben. Die frühe Integration von X.org ist wohl auch gerade deshalb ein besonders deutliches Signal, da das Projekt bisher noch nicht einmal eine offizielle Release veröffentlicht hat. Diese soll allerdings schon in wenigen Tagen folgen.

Neues

Auch sonst ist die Ausstattung der neuen Version topaktuell: KDE 3.2.1 und GNOME 2.6.0 rc1 kommen wahlweise als Desktop zum Einsatz, der Kernel trägt die Versionsnummer 2.6.3. Fedora Core ist das "Testfeld" für die kommerziellen Linux-Varianten von Red Hat und kann kostenlos in Form von 4 ISO-Files vom Server des Projekts oder zahlreichen Mirrors heruntergeladen werden. (apo)

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