Absoluter Rekord an Einbürgerungen

1. April 2004, 17:03
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45.000 neue ÖsterreicherInnen - Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl fast verdoppelt - Quote: 6,3 Prozent

Wien - Die Zahl der Einbürgerungen ist auf einen absoluten Rekordwert gestiegen. 44.694 im Inland wohnhafte Personen haben im Jahr 2003 die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Gegenüber 2002 (36.011 Einbürgerungen) bedeutet dies nach Angaben der Statistik Austria einen Zuwachs um 24,1 Prozent. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Zahl der Eingebürgerten insgesamt fast verdoppelt. Im Jahr 2000 hatten nur 24.320 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Bezogen auf die zu Jahresbeginn 2003 in Österreich lebende ausländische Wohnbevölkerung (708.699) bedeutet dies eine Einbürgerungsquote von 6,3 Prozent.

21.708 Ehegatten und Kinder

15.835 Einbürgerungen (35,4 Prozent) erfolgten auf Grund eines mindestens zehnjährigen Wohnsitzes in Österreich. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs um 31,8 Prozent. Nach mindestens vier- bzw. sechsjährigem Wohnsitz erhielten aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen 1.645 Personen (minus 10,8 Prozent) die Staatsbürgerschaft. Auf Grund eines Anspruches wurden 5.488 Personen (plus 31,2 Prozent) eingebürgert, davon 2.850 Fälle auf Grund der Ehe mit einem Österreicher oder einer Österreicherin (plus 14,2 Prozent). Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 21.708 Ehegatten und Kinder österreichische Staatsbürger (plus 21,0 Prozent).

30,6 Prozent in Österreich geboren

13.680 oder 30,6 Prozent der Eingebürgerten mit Inlandswohnsitz wurden schon in Österreich geboren. 31.014 Neubürger des Jahres 2003 sind irgendwann in ihrem Leben nach Österreich eingewandert.

Stärkster Zuwachs in der Steiermark

In acht Bundesländern wurden 2003 mehr Einbürgerungsbescheide als im Jahr davor ausgestellt. Den relativ stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr verzeichnete die Steiermark mit einer Zunahme um 109,1 Prozent auf 3.823 Einbürgerungsfälle, gefolgt von Niederösterreich (plus 61,3 Prozent, 5.148) und Kärnten (plus 44,3 Prozent, 997). Unterdurchschnittliche Zunahmen gab es in den Bundesländern Wien (plus 23,3 Prozent bedeuten allerdings den stärksten Zuwachs in absoluten Zahlen, auf 18.085), Burgenland (plus 17,5 Prozent, 839), Salzburg (plus 12,8 Prozent, 2.681), Tirol (plus 11,0 Prozent, 2.984) und Oberösterreich (plus 6,7 Prozent, 7.314). Weniger Einbürgerungsbescheide wurden im Jahr 2003 nur in Vorarlberg (minus 5,7 Prozent, 2.823) ausgestellt.

Türkei bleibt Spitzenreiter

Unter den insgesamt 132 Herkunftsländern war laut Statistik Austria die Türkei mit 13.665 (30,6 Prozent) Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. Aus Serbien und Montenegro (ehemaliges Jugoslawien) kamen 9.836, aus Bosnien-Herzegowina 8.268, aus Kroatien 2.588 und aus Rumänien 2.096 Neo-Österreicher. Zwischen je etwa 500 und 800 österreichische Staatsbürgerschaften wurden an Menschen aus Mazedonien (786), Polen (768), Ägypten (615), China (569) und Indien (525) verliehen. Auch den stärksten Anstieg gab es bei aus Serbien und Montenegro stammenden Personen mit einem Plus von 105 Prozent.

Junge Neo-ÖsterreicherInnen

Die eingebürgerten Personen sind vergleichsweise jung. So sind 59,1 Prozent der Neo-Österreicher des Jahres 2003 unter 30 Jahre und 33,5 Prozent unter 15 Jahre alt. 31,9 Prozent waren zwischen 30 und 44 Jahre, 8,2 Prozent im Alter von 45 bis 59 Jahren, und nur 0,8 Prozent hatten das 60. Lebensjahr überschritten. (APA)

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    Einen absoluten Rekordwert hat die Zahl der Einbürgerungen erreicht.

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