"Tiananmen-Mütter" noch immer in Haft

7. April 2004, 11:42
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Chinesische Dissidentinnen hatten Untersuchung des Massakers von 1989 gefordert

Peking - Eine Menschenrechtsgruppe hat am Dienstag die Freilassung von drei kürzlich inhaftierten chinesischen Dissidentinnen verlangt. Nach Angaben der New York ansässigen Organisation "Human Rights in China" (HRIC) wurden die drei Frauen offenkundig im Zusammenhang mit Videoaufzeichnungen über die blutige Niederschlagung der Demokratiebewegung im Jahr 1989 auf dem Tiananmen-Platz in China festgenommen.

Zu den Inhaftierten zählt auch die Menschenrechtsaktivistin und ehemalige Hochschullehrerin Ding Zilin. Ding und andere Mitglieder der so genannten "Tiananmen-Mütter" haben sich für eine Untersuchung der Massakers eingesetzt. Der Bericht der drei Frauen war kürzlich mit anderen Filmdokumenten in Hongkong veröffentlicht worden, berichtete das HRIC. Eine Gruppe von Menschenrechtlern in Hongkong will das Material den Vereinten Nationen zur Verfügung stellen. Bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung im Juni 1989 waren bis zu 300 Menschen auf dem Tiananmen-Platz getötet worden. (APA/dpa)

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