Neues Aktienprogramm für Telekom Austria-Manager

5. April 2004, 10:10
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Ausübung künftig am Gewinn je Aktie orientiert - In erster Tranche werden 200 TA-Managern bis zu 3 Mio. Optionen zugeteilt

Während die Deutsche Telekom nach heutigen Informationen von umstrittenen Aktienoptionsprogrammen für Manager Abstand nimmt, macht die börsenotierte Telekom Austria (TA) nun ernst mit dem angekündigten neuen Aktienoptionsprogramm. Anders als im letzten Stock-Option-Programm, das wegen seiner Aktienkurs-Tangente ins Kreuzfeuer der Kritik gekommen war und auch die Finanzmarktaufsicht (FMA) auf den Plan gerufen hatte, ist die Ausübung der Optionen nun an Gewinnziele geknüpft, gab die TA bekannt.

Aufsehen

Das letzte Aktienprogramm hatte für Aufsehen gesorgt, da dessen Ausübung ausschließlich an eine bestimmte Kurshöhe der TA-Aktie gebunden war und nur ein kräftiges Kursplus in der Schlussauktion an der Wiener Börse die Prämienauszahlung ermöglichte. Mehr als 100 Manager konnten sich damals über stolze Prämien in Höhe von 9 Mio. Euro freuen.

Drei Tranchen

Das neue Aktienoptionsprogramm ("Employee Stock Option Plan/ESOP 2004+") soll in drei Tranchen in den Jahren 2004, 2005 und 2006 zugeteilt werden - mit einer Gesamtlaufzeit bis zum Ende des ersten Quartals 2010, geht auch aus einer Mitteilung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" hervor. Das "ESOP 2004+" orientiere sich an der "Profitabilität der Gesellschaft", exakt am Gewinn je Aktie. Der Zielwert für den Gewinn je Aktie für den Vorstand soll dabei jährlich vom Aufsichtsrat festgelegt werden, der Vorstand legt dann mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Zielwert für das übrige Management fest.

Bis zu 10 Mio. Optionen

Zwischen 2004 und 2006 können insgesamt bis zu 10 Mio. Optionen zugeteilt werden, geht aus der Mitteilung weiter hervor. Die erste Tranche, die 2004 zugeteilt wird und bis Ende Mai 2008 eingelöst werden kann, umfasst bis zu 3 Mio. Optionen, die rund 200 TA-Managern zugeteilt werden sollen. Dies hat der Vorstand vor wenigen Tagen (am 23. März) beschlossen. Das Programm setzt für die erste Tranche auch ein "durchgängiges Eigeninvestment der Optionsberechtigten" voraus: Für je 15 Optionen müssen die Manager, die beim neuen Aktienoptionsprogramm mitmachen, eine TA-Aktie halten.

"Mit hoher Auswirkung auf den Unternehmenserfolg"

Die TA-Vorstände dürfen bis zu je 96.000 Optionen halten, Vorstände von der TA verbundenen Unternehmen bis zu je 50.000 Optionen. TA-Top-Manager können bis zu je 20.000 Optionen zeichnen, Key-Manager bis zu je 12.000 Optionen, Manager der TA und von verbundenen Unternehmen "mit hoher Auswirkung auf den Unternehmenserfolg" dürfen bis zu je 9.000 Optionen zeichnen. Die Optionen unterliegen einer 12-monatigen Sperrfrist ab Optionszuteilung.

Optionen

Die für das Aktienoptionsprogramm benötigten Aktien bezieht die TA aus einer Kapitalerhöhung, die "nur so weit durchgeführt werden darf, als Inhaber von Aktienoptionen ihre Optionen zeichnen", hieß es. (APA)

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